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„Super, super selten“Kölner erlebt bei „Bares für Rares“ Überraschung mit Flohmarkt-Fund

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Der Kölner Tim Bliesener (v.r.) mit ZDF-Moderator Horst Lichter und Expertin Bianca Berding bei „Bares für Rares“.

Der Kölner Tim Bliesener (v.r.) mit ZDF-Moderator Horst Lichter und Expertin Bianca Berding bei „Bares für Rares“.

In seiner Freizeit ist der 55-jährige Tim Bliesener oft auf Flohmärkten unterwegs. Mit dem Ergebnis der Expertise hätte er jedoch nicht gerechnet.

Der Kölner Zahnarzt Tim Bliesener ist am Mittwoch (20. Mai) mit einem Fund vom Flohmarkt in die ZDF-Sendung „Bares für Rares“ gekommen. Der leidenschaftliche Schnäppchenjäger hatte keine großen Erwartungen mit dem Verkauf verknüpft. Spätestens am Tisch der Experten im Pulheimer Walzwerk wurde er jedoch überrascht.

Bereits im Vorfeld des Auftritts des Kölners zeigten sich Expertin Bianca Berding und Horst Lichter interessiert an dem Verkaufsobjekt. „Na sowas hatten wir ja auch noch nicht“, erklärte der Moderator. „Ja, das ist toll oder?“, fand auch Berding. „Und es ist alt!“, fügte die Expertin hinzu.

Kölner bringt seltenes Objekt in ZDF-Sendung „Bares für Rares“

Der 55-Jährige hat eine eigene Zahnarztpraxis in Köln-Ehrenfeld. In seiner Freizeit gehe er gerne über Flohmärkte, erzählt Bliesener im Gespräch mit Horst Lichter. Bei einem Trödelmarkt in der Altstadt von Potsdam sei er dann auf diese geheimnisvolle Metallplatte gestoßen.

Laut „Bares für Rares“-Expertin handelte es sich um eine Druck-Kupferplatte für eine Geschäftskarte aus früheren Zeiten – also im Grunde das, was man heute als Visitenkarte mit sich trägt.

Im oberen Bereich der Druckplatte ist das Wappen des französischen Königshauses zu sehen.

Im oberen Bereich der Druckplatte ist das Wappen des französischen Königshauses zu sehen.

Auf der Geschäftskarte sei im oberen Bereich das Wappen des französischen Königshauses abgebildet. Womöglich handelte es sich bei dem ursprünglichen Besitzer auch um ein Mitglied des Königshauses, das lasse sich jedoch nicht mehr belegen, so Bianca Berding weiter.

Beworben wurde ein französisches Juweliergeschäft in unmittelbarer Nähe zum Justizpalast, in Sichtweite von Notre Dame. „Das war eine hochkarätige Adresse“, hob die Expertin hervor. Hier seien nur besondere Juweliere und Goldschmiede beheimatet gewesen.

Im unteren Bereich sind alle Informationen zu dem Geschäft untergebracht.

Im unteren Bereich sind alle Informationen zu dem Geschäft untergebracht.

Anschaulich wäre es natürlich gewesen, hätte man nicht nur die Druckplatte, sondern auch ein gedrucktes Exemplar der Geschäftskarte vorliegen, warf Horst Lichter ein. Das sei allerdings kein Problem, die Platte sei noch gut erhalten, ein Druck sei jederzeit möglich, entgegnete Bianca Berding. Und das, obwohl die Druckplatte zwischen 1750 und 1785 gefertigt wurde, also kurz vor Beginn der französischen Revolution.

„Bares für Rares“-Expertise sprengt alle Erwartungen

Beim Wunschpreis tat sich der Kölner Zahnarzt unterdessen schwer. Es handele sich ja um ein sehr spezielles Objekt, da sei er sich nicht sicher, ob sich das gut verkaufen lasse, befürchtete der 55-Jährige. Mehr als 100 Euro hatte er sich ehrlicherweise nicht erhofft.

Der Kölner zeigte sich überrascht über das Ergebnis der Expertise von „Bares für Rares“.

Der Kölner zeigte sich überrascht über das Ergebnis der Expertise von „Bares für Rares“.

„Also bei einer normalen Kupferplatte wäre ich voll bei Ihnen“, begann Bianca Berding ihre Einordnung für „Bares für Rares“. Doch die vorliegende Druckplatte sei „super, super selten“. Und obwohl das Objekt schon sehr „nischig“ sei, also nur einen recht kleinen Abnehmerkreis habe, erwarte sie doch einen „Liebhaberpreis“ – gerade bei Sammlern und Juwelieren wie denen im Händlerraum.

Die Expertenschätzung lag schließlich mit 300 bis 500 Euro deutlich höher als der Wunschpreis des Kölners. Über die Höhe der Expertise zeigte sich Tim Bliesener sehr erstaunt. Doch im Händlerraum zeigte sich kurz darauf, dass Berding mit ihrer Einschätzung nicht ganz falsch lag.

„Bares für Rares“-Händler Wolfgang Pauritsch nimmt die Druckplatte in Augenschein.

„Bares für Rares“-Händler Wolfgang Pauritsch nimmt die Druckplatte in Augenschein.

„Wir haben schon gesehen, sie haben etwas Besonderes mitgebracht“, begrüßte Händler Wolfgang Pauritsch den Kölner in der Runde. Händlerin Susanne Steiger begann die Verhandlungen mit einem Gebot über 100 Euro. Auch Julian Schmitz-Avila, Pauritsch und Jos van Katwijk stiegen mit ein.

Mit einem Gebot von Walter „Waldi“ Lehnertz wurde kurz darauf sogar die 200-Euro-Marke geknackt. Bei 260 Euro von Jos van Katwijk schien dann jedoch bereits Schluss. Ein Ergebnis, mit dem sich der Kölner zufrieden zeigte. Zwar lag der Verkaufspreis damit deutlich unter der Expertise, jedoch auch deutlich über dem ursprünglichen Wunschpreis. „Das passt völlig für mich“, so Tim Bliesener nach der Sendung.