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Einsatz in Leverkusen-OpladenVerletzte nach Feier einer Großfamilie – auch Polizisten

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Polizisten sichern zwei teils blutverschmierte Tatverdächtige. Ein Streit rund um eine laute Familienfeier in einer Leverkusener Bar ist am Ostersonntag in Gewalt umgeschlagen.

Polizisten sichern zwei teils blutverschmierte Tatverdächtige. Ein Streit rund um eine laute Familienfeier in einer Leverkusener Bar ist am Ostersonntag in Gewalt umgeschlagen.

Eine Feier in Leverkusen-Opladen ist in der Nacht zu Ostermontag außer Kontrolle geraten. Mehrere Menschen wurden verletzt, darunter auch Polizisten.

Ein Streit rund um eine laute Familienfeier in einem Leverkusener Lokal ist am Ostersonntag (6. April) in Gewalt umgeschlagen: Dutzende Feiernde hätten am Abend Polizisten angegriffen, teilte die Polizei auf Anfrage mit. Zudem sollen die Gäste Stühle und Gläser geworfen, und sich untereinander ebenfalls angegriffen haben.

Zuvor hatten Anwohner die Polizei wegen der Lautstärke in der Shisha-Bar an der Uhlandstraße in Opladen gerufen. Als die Beamten gegen 23 Uhr eintrafen und die Gäste der Familienfeier ermahnten, leiser zu feiern, sei die Situation gekippt, so ein Sprecher der Polizei. Polizeikräfte wurden angegriffen, Feiernde verriegelten die Tür zur Bar, auch im Inneren gingen Gäste aufeinander los.

Ein Mann soll dem Haftrichter vorgeführt werden

Drei der Polizisten erlitten leichte Verletzungen und wurden vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht, das sie noch in der Nacht verlassen konnten. Auch Gäste seien verletzt worden. Ein Sprecher konnte am Morgen noch keine Angaben darüber machen, wie viele Feiernde genau verletzt wurden. Insgesamt waren nach ersten Erkenntnissen 40 bis 50 Gäste vor Ort, die auch größtenteils in die Auseinandersetzung involviert gewesen sein sollen.

Die Polizei war mit rund 50 Streifenwagen und 150 Beamten im Einsatz. Ein 25-jähriger Mann wurde vorläufig festgenommen und soll dem Haftrichter vorgeführt werden, weil er einen Polizisten mit einem Stuhl geschlagen haben soll. Auch zwei Frauen (35, 17) und ein Mann (26) mussten zur Blutprobenentnahme und erkennungsdienstlichen Behandlung mit zur Wache. Der Einsatz war gegen halb 7 beendet. Die weiteren Ermittlungen laufen. (dpa)