Auf dem bis dato eher unscheinbaren Turkuplatz wurden sieben neue Bäume gepflanzt. Spender ist der Arbeitskreis Stadtbäume der deutschen Gartenamtsleiterkonferenz.
Pflanzung in ChorweilerSieben neue Bäume für den Turkuplatz

Die neuen Bäume wurden nach ihrer Hitze- und Trockenheitsresistenz ausgesucht, denn der Turkuplatz ist stark besonnt.
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Der Turkuplatz ist zwar mitten in Chorweilers Zentrum zu finden, aber selbst vielen, die regelmäßig hier vorbeikommen, könnte es bislang entgangen sein, dass er überhaupt einen Namen hat: Der Parkplatz und die bislang schmucklose Grasfläche gegenüber des Chorweiler Busbahnhofs laden nicht gerade zum Verweilen ein. Seit Kurzem allerdings wird die Grasfläche von sieben neuen Bäumen geziert, gepflanzt aus Anlass des 50. Jubiläums des GALK-Arbeitskreises Stadtbäume.
Für Laien sind die Jungbäume bislang kaum zu unterscheiden, doch es handelt sich um verschiedene Arten: Unter ihnen finden sich drei Südliche Zürgelbäume, zwei Flatterulmen, eine Mehlbeere und eine Italienische Erle. Diese Arten sind besonders hitze- und trockenheitsresistent oder anpassungsfähig an extreme Bedingungen und gelten daher als Hoffnungsträger für das Stadtgrün der Zukunft. Sie sollen unter den durch den Klimawandel zu erwartenden künftigen klimatischen Bedingungen gedeihen und deren Folgen für die Menschen durch Schattenwurf und Verdunstung abmildern können. Der Turkuplatz soll durch sie nicht nur ansehnlicher werden, sondern in Zukunft auch selbst Aufenthaltsqualität bieten.
Hinter der Abkürzung GALK verbirgt sich die deutsche Gartenamtsleiterkonferenz, ein Zusammenschluss der kommunalen Grünflächenverwaltungen. Aus dieser heraus wurde 1975 in Krefeld der Arbeitskreis Stadtbäume gegründet, der Kommunen und Städte bei der Auswahl, Pflanzung und Pflege von Straßenbäumen berät und unterstützt. Denn damals hatte sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass sich die richtige Baumauswahl auch positiv auf Stadtklima, Verkehrssicherheit und Stadtbild auswirkt.
Eine der Hauptaufgaben der 25 Mitglieder des Arbeitskreises ist die Erstellung der GALK-Straßenbaumliste, die inzwischen 187 Baumarten umfasst und eine der meistgenutzten Informationsquellen für Fachverwaltungen darstellt – seit 2011 ist sie auch in einer Online-Version einsehbar. Zu den Kriterien für die Auswahl gehören neben dem Beitrag zum Stadtbild und dem Pflegeaufwand auch die Resistenz gegen Krankheiten und Schädlinge. Weiterhin beschäftigt sich der Arbeitskreis mit der Konkurrenz von Stadtbäumen und technischer Infrastruktur und eben mit dem Management von Klimafolgen und -anpassung. Seit August 2024 ist die Straßenbaumliste daher auch im Deutschen Klimavorsorgeportal des Bundesumweltministeriums gelistet.
