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„Das ist schon bitter“Kölner Gaststätte am Rhein schließt für immer

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Auf einer Tafel an einer Gaststätte in Köln-Merkenich in Langel steht: „Die Aussichten für die nächsten Tage, Essen und Trinken sehr gut!“

Auf einer Tafel an der Gaststätte in Köln-Merkenich in Langel werden Besucher noch herzlich empfangen.

Die Traditionsgaststätte „Op D'r Eck“ in Köln-Merkenich schließt nach Generationen aus unterschiedlichen Gründen für immer.

Es steht noch auf der Tafel an der Backsteinwand: „Die Aussichten für die nächsten Tage, Essen und Trinken sehr gut!“ Eine letzte Einladung – und irgendwie auch ein Abschied, der wehtut. Denn die Gaststätte „Op D'r Eck“ auf der Cohnenhofstraße in Köln-Merkenich in Langel schließt. Ende Juni öffnete sie ein letztes Mal ihre Türen.

Kölner Rhein-Lokal „Op D'r Eck“ schließt für immer

Emil und Merle, die das Lokal in der sechsten Generation geführt haben, schreiben auf Instagram: „Über viele Jahre war unsere Gaststätte ein Ort der Begegnung, des Lachens, der Freundschaft und unzähliger gemeinsamer Erinnerungen.“

Leicht ist es auch für die Stammkundschaft nicht. „Das zu lesen zerbricht einem das Herz. Ein Anker verlässt uns“, kommentiert ein Gast. Ein anderer erinnert sich: „‚Op d'r Eck‘ bedeutet für mich Kindheit. Pommes holen bei Erich gehörte zum Sommer dazu.“

Der Grund für das Ende: „Das ist schon bitter. In der letzten Zeit lief es einfach nicht mehr. Zu wenig Gäste, kaum jüngeres Publikum. Eine schwierige wirtschaftliche Situation. Dann gab es auch noch Probleme mit der Küche und jetzt wurde die Reißleine gezogen“, erklärt eine Mitarbeiterin am Freitagnachmittag gegenüber dieser Redaktion.

Die Gaststätte „Op D'r Eck“ auf der Cohnenhofstraße in Langel

Die Gaststätte „Op D'r Eck“ auf der Cohnenhofstraße in Langel

Dabei hätte die Lage eigentlich stimmen müssen: Das alte Backsteinhaus befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Rhein, und hat einen großen Biergarten. Eigentlich ein guter Anlaufpunkt für Radtouristen.

Ganz anders sieht es in der Gaststätte „Zur Fähre“ aus – die liegt nur wenige Meter entfernt. Dort brummt seit dem Umbau das Geschäft.

Was bleibt, sind die Erinnerungen – und die Dankbarkeit. „Wie schade. Wir danken euch für all die schönen Stunden“, schreibt ein weiterer Gast auf Instagram.

Emil und Merle schließen ihr Abschiedsplakat selbst mit den Worten „Danke für alles.“ Ein Stück Familiengeschichte geht damit zu Ende. Was aus dem historischen Gebäude nun wird, ist unklar.