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Karneval im Kölner Norden900 Jecke ziehen von Weiler nach Heimersdorf

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Viele verschieden kostümierte Menschen stehen nebeneinander.

Trotz Eiseskälte zeigten sich die Jecken am Zugweg bester Laune.

Drei Veedel durchquerten 900 Jecke im Kölner Norden, die in diesem Jahr eine Stunde früher aufbrachen als sonst. Einige von ihnen zum ersten Mal. 

Die Jecken in Volkhoven/Weiler und Heimersdorf konnten es in diesem Jahr kaum abwarten: Eine Stunde früher als in den vorherigen Jahren üblich setzte sich der gemeinsame Veedelszug der beiden Stadtteile in der Deliastraße in Weiler in Bewegung. Mit etwa 900 Teilnehmern und gut sechs Kilometern Länge war er einer der größeren Veedelszüge: 25 Gruppen zogen durch die Blockstraße, den Weilerweg und über den Volkhovener Weg ins benachbarte Heimersdorf – darunter örtliche Institutionen wie der SC Weiler-Volkhoven, das Jugendzentrum Magnet, die Siedlergemeinschaft und die 1. Kölner Mongolenhorde. Bei den Kostümen lagen neben dem traditionellen Rot-Weiß in diesem Jahr Videospiel-Figuren im Trend: gleich zwei Gruppen hatten sich als Figuren aus den Super-Mario-Spielen verkleidet, eine weitere hatte ihren Wagen „Minecraft“ nachempfunden.

Eine Gruppe Erwachsene und Kinder sind in Rot-Weiß unterwegs.

Zeitloser Klassiker: Viele Gruppen liefen in Rot-Weiß, so auch „Jeder Jeck v'un dr Eck“.

Zwei Gruppen konnten in diesem Jahr ihren Einstand feiern: Zum einen der Kleingartenverein Volkhovener Weg, zum anderen der Verein Kindernöte, der im Kölner Norden zahlreiche Hilfsangebote für sozial benachteiligte Kinder und Eltern unterhält: Mit der Teilnahme am Zug läutete der Verein, der vor genau 30 Jahren gegründet wurde, sein Jubiläumsjahr ein. Mit gut 80 Personen bildeten sie aus dem Stand die teilnehmerstärkste Gruppe, die mit ihren gelben Entenkostümen einen der Hingucker des Zuges lieferte. Die 1. Grosse KG Köln-Nord, die den Zug veranstaltet, hatte Kindernöte finanziell unterstützt, um dem Verein die Teilnahme zu ermöglichen. „Wir freuen uns sehr, dass sie dabei sind“, sagte Hans Heinrich Lierenfeld, Präsident der KG.

Viele der übrigen Gruppen, wie die „KG Löstije Familije“ oder „De kölsche Ströppcher“, nehmen bereits seit Jahrzehnten am Zug teil. „De Narreköpp vun 84“ konnten mit ihrer 40. Teilnahme ebenfalls ein rundes Jubiläum feiern, ebenso wie der „Familienclan“, die bereits zum 50. Mal im Zug mitliefen. An die „Löstige Schötze von 1969“ jedoch reicht niemand heran: Sie sind bereits seit 52 Jahren fester Bestandteil des Zugs.