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SchulwegsicherheitElterninitiative scheitert – keine Schulstraße für Worringen

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Bushaltestelle vor einer Grundschule in An den Kaulen

Das Schulgelände an der Worringer Straße „An den Kaulen“.

Auch in Chorweiler sollen Schulstraßen eingerichtet werden, jedoch nicht in der Worringer Straße „An den Kaulen“.

Über das Phänomen der „Elterntaxis“ wird viel mit den Augen gerollt, doch es geht wohl niemand davon aus, dass es so bald wieder verschwindet, denn das Konzept der Schulstraße setzt sich zunehmend durch. Schulstraßen zeichnen sich dadurch aus, dass diese zu bestimmten Zeiten, namentlich zu Unterrichtsbeginn und -ende, für den Kfz-Verkehr gesperrt werden.

Ein Modell, das die Stadt Köln nach einem Pilotprojekt mit vier Grundschulen im Jahr 2023 nun auf weitere Schulstandorte im Stadtgebiet anwenden will. Wie im vergangenen Frühjahr gemeldet wurde, sollen mit Lochnerstraße, Kretzerstraße und Horststraße zunächst drei weitere Straßen mithilfe der sogenannten straßenrechtlichen Teileinziehung zu Schulstraßen gemacht werden. 14 weitere Standorte werden derzeit verkehrlich geprüft – insgesamt hält die Verwaltung 180 Schulstandorte für die Einrichtung von Schulstraßen für geeignet.

Buslinie 120 verhindert Sperrung in Worringen

Im Bezirk Chorweiler trifft dies auf die Gemeinschaftsgrundschule Soldiner Straße und die Katholische Grundschule Gutnickstraße zu, nicht jedoch auf die beiden Worringer Grundschulen, die sich das Schulgebäude und -gelände in der Straße An den Kaulen teilen. Denn die Straße liegt auf der Route der Buslinie 120, weshalb die Verwaltung eine zeitlich begrenzte Sperrung für nicht möglich hält.

Für David Jungk ist das enttäuschend – mit der Elterninitiative „Sichere Schulwege für Worringen“ setzt er sich seit Jahren für die Schulwegsicherheit in An den Kaulen ein und hatte dabei auch immer für die Einrichtung einer Schulstraße geworben. „Dass die Buslinie ein Gegengrund sein soll, habe ich nicht verstanden“, sagt er. „Schulstraße heißt ja nicht, dass überhaupt kein Verkehr mehr stattfindet. Es gibt schließlich Ausnahmegenehmigungen, wie für die AWB.“ Aus seiner Sicht wäre die Bushaltestelle vor dem Schulgelände sogar ein Argument für die Schulstraße, denn „dann würde die Haltestelle nicht mehr so zugeparkt werden und wäre entsprechend sicherer“.

Insgesamt aber sieht Jungk die Situation der Schulwegsicherheit zurzeit entspannt – das liegt vor allem an der teilweisen Auslagerung des Schulbetriebs in die Modulbauten in der Bolligstraße. „Das entzerrt die Situation“, meint er, „vielleicht haben die Elterntaxis aber auch wegen der Verstopfungen auf den Umleitungen der B9-Sanierung angefangen, den Bereich zu meiden. Es ist einfach nicht mehr so extrem, wie vor zwei Jahren noch.“