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Christuskirche Eine Brücke zur Transzendenz

Rosa bis Grün: Zwischen der Blende (l.) vor der Christuskirche und dem ganz dicht neben ihr hochgezogenen Neubau (r.) präsentiert David Schnell seinen Entwurf.

Rosa bis Grün: Zwischen der Blende (l.) vor der Christuskirche und dem ganz dicht neben ihr hochgezogenen Neubau (r.) präsentiert David Schnell seinen Entwurf.

Köln – Fenster sind stets Trennung und Öffnung zugleich, trennen sie doch das Innere eines Gebäudes wie eine Wand von der Außenwelt, ermöglichen aber meist gleichzeitig den Blick vom einen ins andere.

Bei Kirchenfenstern ist das in der Regel anders, da sie weniger als Blicke-Durchlasser, sondern vielmehr als Blickfang fungieren sollen. Seit jeher wenden die Gemeinden viel Zeit auf, um beim Bau ihrer Kirche einen Künstler zu finden, der den Fenstern ihres Gotteshauses das gewisse Etwas verleiht.

Im Falle des Umbaus der Christuskirche im Stadtgarten-Viertel hat sich das Presbyterium nach der Veranstaltung eines Ideenwettbewerbs nun für den 1971 in Bergisch Gladbach geborenen und in Leipzig lebenden Künstler David Schnell entschieden. Sein Entwurf für das Rosetten- sowie die jeweils zwei Altar- und Turmfenster zeichne „sich durch einen starken künstlerischen Anspruch aus, der in Formsprache, Bildkomposition und Farbigkeit einen klaren Bezug zur vorhandenen Architektur herstellt“, so die Begründung der einstimmigen Empfehlung des Preisgerichts.

Fenster kosten rund 460 000 Euro

Der Künstler, der unter anderem das Leipziger Friedensfenster entworfen hat, erklärte, dass er sich zum einen von den architektonischen Vertikalen im Altbau, aber auch von den charakterlichen Eigenschaften gewöhnlicher Fenster hat inspirieren lassen.

Mit einem Farbspektrum, bei dem vor allem warme Rot- bis Rosa- sowie Grün- und Blautöne dominieren, aber auch viel Licht durchgelassen wird, und den vertikalen Bewegungen nach oben wolle er „eine Art Brücke zwischen Realität und Transzendenz“ schaffen, so Schnell. Rund 460 000 Euro werden die fünf neuen Fenster in der Christuskirche kosten. Finanziert werden sollen sie zu einem großen Teil durch Sponsoren, Spenden und Stiftungen. Ein Nachbar, der Arbeitgeberverband „Kölnmetall“, beteiligt sich am etwa 50 000 Euro teuren Rosettenfenster.

Einen Wunschtermin zur Fertigstellung für dieses sechs Quadratmeter große Rundfenster gibt es bereits, wie die Pressesprecherin der Evangelischen Gemeinde Köln, Annette Scholl, verrät: „Am ersten Advent 1894 wurde die Christuskirche eingeweiht. Es wär schön, wenn wir deshalb am ersten Advent dieses Jahr auch das Einweihungsfest für das Rosettenfenster feiern könnten.“

www.christuskirche-mitten-im-

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