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Demo der BaubrancheKundgebung an der Domtreppe für 5,3 Prozent mehr Lohn

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Kundgebung auf der Baustelle vor dem Dom

Köln – „Es gibt einen gewissen Nachholbedarf, was die Löhne angeht.“ Jon Heinemann, stellvertretender Regionalleiter der IG Bau, verweist auf die moderaten Lohnabschlüsse der letzten Jahren – nicht zuletzt bedingt auch dadurch, dass man in Corona-Zeiten nicht wochenlang verhandeln wollte und konnte. „Die Baubranche boomt“, sagt er: Die Auftragsbücher seien voll, und während viele Betriebe Kurzarbeit anmelden mussten, gebe es in der Bauwirtschaft massenhaft Überstunden. „Wir haben durchgearbeitet“, so Heinemann.

Um ihrer Forderung nach 5,3 Prozent mehr Lohn Nachdruck zu verleihen, hatte die IG Bau eine Kundgebung auf dem Bahnhofsvorplatz direkt an der Domtreppen-Baustelle organisiert – alles Corona-konform, absichtlich mit wenig physischer Präsenz, dafür aber mit ausgefeilter Technik. Rund 20 andere Baustellen aus ganz NRW waren an einer Video-Schaltung beteiligt. An Rhein und Ruhr liefen die Baustellen seit Monaten auf Hochtouren, vom Wohnungsbau über Straßen bis zum Gleisbau. „Es ist überfällig, dass die Beschäftigten mehr Anerkennung für ihren unverzichtbaren Job bekommen“, so Heinemann.

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Außerdem verweist der Regionalleiter auf den ohnehin schon gravierenden Fachkräftemangel: Um dem Bauüberhang zu begegnen, müsste man eigentlich ständig neue Maurer, Zimmerleute, Fliesenleger und andere Bauhandwerker beschäftigen. Doch solange man auch als gelernter Facharbeiter auf dem Bau weniger verdiene als beispielsweise in der Industrie, sei hier auch kein Ende absehbar.

Den viel diskutierten Rohstoffmangel etwa beim Bauholz schätzt er im Übrigen nicht besonders dramatisch ein. „Ich kenne keine einzige Baustelle, die deshalb ruhen würde.“ (two)