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Der nächste AnlaufWasser im Kolumba: 2021 soll nach vielen Jahren die Lösung her

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Kolumba Köln

Das Kolumba-Museum.

Köln – Nach neun Jahren soll nun endlich eine Lösung gefunden werden, um das Museum Kolumba wasserdicht zu bekommen. Das hat Erzdiözesanbaumeister Martin Struck gegenüber der Rundschau angekündigt, das Erzbistum betreibt das Museum nahe der Hohe Straße. „2021 soll der Plan zur Lösung vorliegen, 2022 soll er dann umgesetzt werden“, sagte Struck.

„New York Times“ lobt Aussehen des Museums

Wie mehrfach berichtet, dringt vor allem durch Schlagregen Wasser durch die 60 Zentimeter dicke Fassade, sie ist ohne Trennfuge gemauert und ein Alleinstellungsmerkmal des Hauses. Die „New York Times“ lobte die Optik des Hauses mal als erstaunlich, „das Mauerwerk ist weltberühmt“, sagt Struck. Was optisch so fein aussieht, bereitet seit Jahren arge Probleme: In Regenzeiten nimmt die Fassade mehr Wasser auf, als sie in Trockenzeiten abgibt, in den drei Turmräumen fällt der Lehmputz ab. Museums-Architekt Peter Zumthor hatte eigens für das Kolumba einen Ziegel entworfen, doch er nimmt zu wenig Wasser auf.

Zwischenzeitlich mussten Teile der Fassaden eingerüstet werden, damit sie trocknen können. Die Kunstwerke im Inneren sind laut Struck kurzfristig nicht gefährdet. Ein für November geplantes Treffen mit Zumthor und seinen Fachleuten aus der Schweiz musste wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden, es soll nun aber im ersten Halbjahr 2021 erfolgen.

Das Kolumba

1853 hat der Christliche Kunstverein das sogenannte „Erzbischöfliche Diözesanmuseum“ gegründet. Es hatte unter anderem mal am Rudolfplatz seinen Sitz, vorher stellte es im Gürzenich aus. Das Museum zeigt eine Sammlung vom früheren Christentum bis hin zur zeitgenössischen Kunst.

1989 ging das Museum in die Trägerschaft des Erzbistums Köln über. 1996 gewann der Schweizer Star-Architekt Peter Zumthor den Wettbewerb zum Neubau gegenüber des Offenbachplatzes, 166 Architekten nahmen an dem Verfahren teil. 2007 war der Bau fertig und kostete 43,4 Millionen Euro.

Im schlimmsten Fall müssten laut Struck auf der West-und Südseite ein Viertel der 60-Zentimeter-Wand abgenommen werden. Statt wie bislang die einwirkenden Kräfte auf die Wand über den eingebauten Stahl abzufangen, käme bei dieser Lösung eine traditionelle Isolierung zwischen Innen- und Außenteil der Fassade zum Zug, danach trägt man die charakteristischen Ziegel wieder auf.

Zudem müsste an den Außenwänden eine gebäudehohe Fuge eingefügt werden, um den jeweiligen Fassaden Raum zum Ausdehnen zu geben, damit weniger Risse entstehen und Wasser eindringen kann. Nur: Das würde die besondere Erscheinung des Hauses verändern und ist laut Struck sehr teuer – deshalb wollen die Verantwortlichen einen weiteren Anlauf mit der Hydrophobierung versuchen.

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Ursprünglich sollte diese wasserabweisende Schutzschicht komplett auf West- und Südwand aufgetragen werden, doch dabei hätte die Gefahr bestanden, die Ziegel zu beschädigen. Letztlich versuchten es die Experten mit Zement-Injektionen zwischen Ziegelstein und Mörtel sowie der Schicht auf den Fugen. Aber das half nicht. Nun wollen sie das Verfahren optimieren. Es geht nicht darum, kein Wasser mehr eindringen zu lassen, sondern nur so viel, dass es nicht bis ins Innere kommt. Die bisherigen Maßnahmen haben 405 000 Euro gekostet.