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Nach BedarfsanalyseWDR will Produktionsstandort in Köln-Bocklemünd verkaufen

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Köln: Schauspielerin Marie-Luise Marjan und Schauspieler Moritz Sachs stehen in der Kulisse der ARD-Vorabendserie „Lindenstrasse“ in Köln-Bocklemünd.

Köln: Schauspielerin Marie-Luise Marjan und Schauspieler Moritz Sachs stehen in der Kulisse der ARD-Vorabendserie „Lindenstrasse“ in Köln-Bocklemünd.

Der Westdeutsche Rundfunk will sich von seinem großen Betriebsgelände trennen. Grund sind veränderte Produktionsabläufe durch die Digitalisierung. Mehrere Abteilungen müssen umziehen.

Der WDR plant den Verkauf seines Produktionsstandortes in Köln-Bocklemünd. Das große Betriebsgelände entspreche nicht mehr den Anforderungen der digitalen Medienproduktion, teilte der Sender mit. Hintergrund ist eine interne Bedarfsanalyse, die ergab, dass die Flächen angesichts schlanker und digitaler Produktionsprozesse nicht mehr ausgelastet sind. Das teilte der WDR am Mittwoch mit.

„Ein klarer strategischer Kurs bedeutet auch, sich von Dingen zu trennen“, erklärte WDR-Intendantin Dr. Katrin Vernau. „Wir bündeln und steuern gezielt unsere Kräfte in der Kölner Innenstadt, um unserem Publikum das bestmögliche Programmangebot zu machen.“ Das sehr große Betriebsgelände in Bocklemünd passe nicht mehr zu den Anforderungen des digitalen, smarten Produktionsbetriebs.

In Bocklemünd sind neben Produktionshallen verschiedene Abteilungen des Senders angesiedelt, etwa Veranstaltungstechnik, die Dokumentation und das Instrumentenlager. Für die betreffenden Einheiten würden nun alternative Standorte gesucht. Ziel sei es, den gesamten Verkaufsprozess bis spätestens 2035 abzuschließen. (mit dpa)