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„Gedrucktes auf die Ohren“Zwei Kölner machen einen Podcast für Auto-Fans

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Zwei Männer stehen nebeneinander am Geländer einer Galerie, hinter ihnen sind in einer großen Ausstellungshalle verschiedene Automodelle.

Adrian Bühler und Stefan Strauß sind das Autoduett, einen Podcast für Männer. 

Adrian Bühler und Stefan Strauß verbindet die Liebe  zum Auto: In ihrem Podcast besprechen sie jede Woche die neusten Trends aus der Fachpresse. 

Zwischen Oldtimern, Sportwagen und Formel-1-Boliden fühlen sich Adrian Bühler und Stefan Strauß wie zu Hause. Die Ausstellungshalle der Motorworld ist der perfekte Foto-Spot, anschließend findet sich eine Ecke in einem der zahlreichen Restaurants in dem weitläufigen Komplex am ehemaligen Flughafen Butzweiler Hof, um über ihr Projekt zu sprechen: Die beiden Kölner betreiben  einen Auto-Podcast. Im „Auto-Duett“ sprechen sie über aktuelle Artikel in den einschlägigen Auto-Magazinen, und erstellen eine Art Presseschau für ihre Benzin-im-Blut-Klientel.

„Wir bringen das Gedruckte auf die Ohren“, bringt Adrian Bühler es auf den Punkt. Der 46-Jährige ist Marketing-Experte und Auto-Fan, genau wie Stefan Strauß, den er vor 14 Jahren passenderweise bei einer Oldtimer-Rallye traf. Seither hielten die beiden Kölner Kontakt. Strauß probierte schon mal mit einem Youtube-Kanal herum, der nach eigenen Worten aber „sagenhaft erfolglos“ war. Die Idee, die Gespräche, die sie so führen, aufzuzeichnen, kam am Ende von Adrian Bühler. „Wir machen das ja sowieso, uns treffen und quatschen über das, was in den Magazinen steht“, sagt der Ehrenfelder, der seit seinem 15. Lebensjahr ein Autobild-Abo hat.

Autos als Ausdruck der Persönlichkeit

„Ich bin regelmäßig zur Westfalen-Tankstelle gefahren und habe mich dort mit den Auto-Magazinen versorgt und sie gelesen, als Auszeit von der Familie“, erzählt Strauß. Inzwischen liest er doch mehr am Laptop, hat ein Abo, das ihm Zugriff gewährt auf  200 verschiedene Auto-Medien. Für ihn ist ein Auto mehr als ein fahrbarer Untersatz, sondern ein direkter Ausdruck der Persönlichkeit. „Wenn ich Leute treffe, frage ich sie immer nach ihrem ersten Auto. Ich nenne das Auto-DNA.“

Strauß hat ein Herz für alles, was aus England kommt. „Bei Rolls Royce, Jaguar und Aston Martin geht mir das Herz auf“, sagt der Müngersdorfer. Sein erstes Auto war ein Suzuki Samurai SJ 410. Adrian Bühlers erster fahrbarer Untersatz war ein rostbrauner Opel Kadett. Zwar ist er weiterhin Fan von deutschen Marken, vor allem Porsche, aber auch die Italiener, wie Ferrari und Maserati haben es ihm angetan.

Dass das, was sie erzählen, bei der Zielgruppe ankommt, erlebten die beiden Podcaster zuletzt, als sie vom Chefredakteur der Autobild, Robin Hornig, nach Berlin ins Axel-Springer-Haus eingeladen wurden, inklusive Mittagessen im Journalisten-Club. „Das war schon toll“, erzählt Bühler. „Mit ihm haben wir dann auch eine Folge aufgenommen.“ Gäste sollen aber weiterhin eher die Ausnahme bleiben.

Auch der Chef von Renault Deutschland habe sich zuletzt über seinen Kommunikationschef als Fan geoutet. Und der Facility-Manager der Motorworld sei auf die beiden zugekommen und habe ihnen angeboten, in einem Raum neben der ehemaligen Abfertigungshalle ihre Sessions aufzuzeichnen. Bühler und Strauß freuen sich über die Resonanz und den Umzug ihres Studios aus dem heimischen Keller an den ikonischen Standort in Ossendorf. Als nächstes Ziel fassen sie jetzt die Feier ihrer 100. Folge ins Auge, die sie im Oktober aufnehmen werden. Der Austragungsort der Party steht natürlich schon fest: die Motorworld in Ossendorf.