Abo

Anwohner kritisieren FindlingeVerwaltung bleibt bei Baumschutzmaßnahmen in Vogelsang

2 min
Ein Mann mit blauer Kappe und Klemmbrett unter dem Arm sitzt auf einem massiven Felsbrocken.

Anwohner Gerd Mausbach hatte auf einer Sitzung der Bezirksvertretung den Protest gegen die „Panzersperren“ erläutert. (Archivbild)

Die Verwaltung platzierte rund 80 „Panzersperren“ im Meisenweg zum Baumschutz. Anwohner kritisieren die Findlinge als gefährlich.

„Panzersperren“ nennen die Anwohner die rund 80 Findlinge auf dem südlichen Randstreifen des Meisenwegs. Die Verwaltung hatte sie dort Ende 2024 platziert, um das Parken auf der unversiegelten Fläche zwischen den Bäumen zu unterbinden und damit die Wurzeln zu schützen. Die waren aufgrund der Verdichtung des Untergrunds geschädigt, die durch das Abstellen und Manövrieren der Autos hervorgerufen wurde. Vorab informiert oder befragt wurden die Bewohner der Straße allerdings nicht. Schon im Dezember 2024 sprachen sich 217 Vogelsanger per Unterschriftenliste gegen die Maßnahme aus, im Rahmen einer Petition wurde die Verwaltung aufgefordert, die Steine wieder zu entfernen.

Doch daraus wird wohl nichts. Obwohl die Bewohner des Meisenwegs und der umgebenden Straßen die dicken Brocken nicht nur als hässlich, sondern auch als gefährlich ansehen. Denn sie führten dazu, dass Autofahrer verstärkt auf der Nordseite der Straße parkten und damit die ohnehin schmale Fahrbahn für den Zweirichtungsverkehr weiter verengten. Das bringt vorrangig Radfahrer und speziell Rad fahrende Kinder auf ihrem Schulweg in Schwierigkeiten. Zudem seien einige der Findlinge so ungünstig platziert, dass sie die Zufahrt zu den Garagen unnötig behinderten.

Verwaltung sieht keine Unfallgefahren

Die Ehrenfelder Bezirksvertreter hatten daraufhin das Amt für Landschaftspflege und Grünflächen gebeten, die Situation vor Ort noch einmal zu überprüfen. Doch die Stellungnahme der Verwaltung ist eindeutig: Es seien „keine durch das Parken auf der Fahrbahn provozierten gefährlichen Begegnungsverkehre im Meisenweg bekannt.“ Auch die Einmündung des Sperlingswegs in den Meisenweg sei „hinsichtlich des Unfallgeschehens unauffällig.“

Die Zufahrten zu den Garagen seien ebenfalls frei, sie „weisen weiterhin eine ausreichende Dimensionierung auf, so dass es hier zu keinen Schwierigkeiten kommen dürfte“. Insgesamt seien die Findlinge daher „aus Sicht der Verwaltung zweckentsprechend platziert.“

Die Ehrenfelder Bezirksvertreter, die mit einem Antrag zum Schutz der Bäume am Meisenweg einst die Platzierung der klobigen Steine erst auf den Weg gebracht hatten, schlossen sich einstimmig der Ansicht der Verwaltung an: „Die Findlinge sind eine robuste, langlebige, sowie kurzfristig umsetzbare Variante des Baumschutzes, ohne massiver in den Wurzelbereich der Bäume einzugreifen, und in diesem Rahmen an der Stelle alternativlos.“