Köln – Man kann sich nur wundern: Ein 19-Jähriger ist am Hauptbahnhof mit einer scharfen Handgranate im Rucksack festgenommen worden. Eine Streife hatte den betrunkenen Mann, der sich nicht habe ausweisen können, am frühen Samstagmorgen kontrolliert, berichtete die Bundespolizei. In seinem Gepäck sei dabei „griffbereit“ die Granate entdeckt worden. Der alarmierte Entschärfungsdienst stufte den Sprengkörper jugoslawischer Bauart wenig später als „scharf“ ein.
Gegen den 19-Jährigen aus Bosnien und Herzegowina wird nun wegen eines Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz ermittelt. Er gab an, die Granate in „seinem Urlaub in Bosnien auf einer Wiese gefunden und mitgenommen zu haben“. Seit 1. Januar 2021 ist der Beschuldigte nach seinem Urlaub wieder in Deutschland und hatte den gefährlichen Gegenstand dabei. Die Bundespolizei geht davon aus, dass der 19-Jährige die Rückreise auf dem Landweg nach Deutschland zurücklegte. Bei einer Durchsuchung seiner Wohnung in Bielefeld wurden keine weiteren verbotenen Gegenstände entdeckt. In Untersuchungshaft kam der polizeibekannte Mann nicht. (ta)
