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Entspannung auch in KölnRegen bringt Wasser – Rheinpegel steigen wieder

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Die Pegeluhr am Rheinufer zeigt den aktuellen Pegelstand für Köln an. (Archivbild)

Die Pegeluhr am Rheinufer zeigt den aktuellen Pegelstand für Köln an. (Archivbild)

Der Regen lässt die Pegelstände am Rhein langsam weiter steigen. Von einem normalen Wasserstand ist der Fluss aber noch weit entfernt.

Kräftige Regenfälle, vorwiegend in Süddeutschland, haben dem Rhein nach seinen historischen Tiefstständen wieder etwas mehr Wasser gebracht – auch in Köln. Vielfach nehmen Fähren wieder den Betrieb auf. Von Durchschnitts-Pegelständen und einer Güterschifffahrt mit voller Beladung ist der Fluss aber noch weit entfernt, wie ein Blick auf die Pegeldaten der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung zeigt.

Schiffe weiterhin mit 20 Prozent der üblichen Ladung unterwegs

Laut der Betreibergesellschaft des größten deutschen Binnenhafens Duisburg sind Güterschiffe wegen der niedrigen Wasserstände zurzeit noch mit nur rund 20 Prozent der sonst üblichen Ladung unterwegs. Zwar gehe man von einer leichten Erholung aus, sagt der Hafen-Konzernbevollmächtigte Binnenschifffahrt Joachim Holstein. Eine wirkliche Entspannung werde aber erst „in Richtung Ende September, Anfang Oktober“ erwartet.

Wieder mehr Wasser im Rhein

Dank der langsam steigenden Rheinpegel können vielfach die Fähren wieder verkehren - so wie hier in Kaub in Rheinand-Pfalz.

Am besonders neuralgischen Punkt der Rheinschifffahrt, Kaub in Rheinland-Pfalz, lag der Pegelstand am Freitag bei 46 Zentimetern und damit noch weit unter dem sogenannten Gleichwertigen Wasserstand von 77 Zentimetern, der bei Fachleuten als Orientierungswert für die Schifffahrt gilt. In Duisburg stand der Rheinpegel am Freitagmittag auf 1,49 Meter – immer noch unter der zuvor registrierten Tiefstmarke von 1,53 Meter aus dem Jahr 2018.

Kölner Rheinpegel erreicht 80-Zentimeter-Marke

In Köln erreicht der Pegelstand unterdessen am Freitagnachmittag die 80‑Zentimeter-Marke. Zuvor waren in diesem Sommer gleich mehrfach historische Negativrekorde in Köln aufgestellt worden. Am vergangenen Wochenende wurden lediglich 45 Zentimeter gemessen.

Der Pegel ist die aktuelle Höhe des Wasserspiegels des Rheins, gemessen an einem festgelegten Referenzpunkt (Pegelnullpunkt). Die Pegelnullpunkte an verschiedenen Messstellen am Rhein sind historisch gewachsen. Sie wurden an verschiedenen Zeiten und Orten festgelegt, ohne dass es ein einheitliches System gab. Die Aufzeichnungen aus Köln gehen bis 1816 zurück. (das/dpa)