Am Friesenwall hat es in der Nacht eine Explosion gegeben. Die Polizei vermutet Vorsatz und fahndet nach mehreren Personen.
Verdacht auf vorsätzliche TatExplosion in Kölner Bar – mehrere Personen auf der Flucht

Einsatzkräfte arbeiten an der Spurensicherung nach einer Explosion in einer Bar in der Kölner Innenstadt.
Copyright: Benjamin Westhoff/dpa
Eine Explosion hat am frühen Sonntagmorgen (31. Mai) am Friesenwall in Köln für einen größeren Polizeieinsatz gesorgt. Nach ersten Angaben der Polizei gibt es erste Hinweise darauf, dass die Detonation mutwillig herbeigeführt worden sein könnte. Mehrere Personen sollen nach der Explosion geflüchtet sein.
Eine laute Explosion riss Anwohnende auf dem Friesenwall aus dem Schlaf. In der betroffenen Bar sollen sich zum Zeitpunkt der Explosion gegen 6 Uhr keine Gäste aufgehalten haben. Den ausgelösten Brand löschte die Feuerwehr. Ein Bewohner einer der darüberliegenden Wohnungen erlitt eine leichte Rauchgasvergiftung.
Eingangstür flog aus den Angeln – Brand im Innenraum
Die Polizei spricht von einem „größeren Schadensbild“ am Objekt. Die Eingangstür wurde aus den Angeln gehoben, im Innenraum hat es gebrannt. Wie genau es zu der Explosion kam, was detonierte und ob es sich um einen gezielten Angriff handelt, ist Gegenstand der Ermittlungen.
Die Einsatzkräfte sicherten am Morgen die Umgebung und nahmen Spuren auf. Noch ist unklar, ob es einen konkreten Hintergrund oder ein Motiv gibt. Die Polizei ermittelt in alle Richtungen. Eine Verbindung zu den Schüssen auf der Zülpicher Straße soll es nach ersten Erkenntnissen nicht geben.
Polizei und Staatsanwaltschaft prüfen aber, ob die Explosion mit einer Serie ähnlicher Vorfälle aus der Vergangenheit zusammenhängt. Hintergrund der damaligen Taten waren mutmaßliche Konflikte im Drogenmilieu. Im Zuge der Ermittlungen kam es unter anderem zu Festnahmen in den Niederlanden. Zuständig ist die Ermittlungsgruppe „Fusion“.
Zeugen, die Hinweise zu den Tatgeschehen oder den flüchtigen Personen und deren Aufenthaltsort geben können, werden gebeten, sich telefonisch unter 0221 229-0 oder per E-Mail an poststelle.koeln@polizei.nrw.de bei der Polizei Köln zu melden. (mg/dpa)