Fahrradtraining für SeniorenAntreten gegen die Unsicherheit

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Unsicherheit beim Fahrradfahren und Angst vor dem Straßenverkehr wirkt ein Training für Senioren entgegen.

Köln – „Ich will mich mehr bewegen, bin aber unsicher beim Fahrradfahren“, sagt die 67-jährige Christina Komender. Sie ist eine von 17 Teilnehmern des Fahrradtrainings für Senioren. Das Amt für Straßen und Verkehrstechnik bietet die kostenlosen Kurse in der Jugendverkehrsschule an der Neusser Straße in Nippes.

„Die Hälfte meines drei Kilometer langen Wegs habe ich mein Fahrrad geschoben, aus Angst, auf der Straße zu fahren“, erzählt Christina Komender. „Das ist noch gar nichts: Ich habe eine Stunde Schieben von der Zülpicher Straße hinter mir“, berichtet die 64-jährige Monika Töller. Beide Frauen wollen durch mehr Bewegung etwas für ihre Gesundheit tun. Wegen Gelenkverschleiß kommen jedoch nur Schwimmen und Radfahren in Frage. Nun hoffen sie von Radfahrlehrerin Anke Prinz fit gemacht zu werden. Tipps, wie man sich im Straßenverkehr vorausschauend verhält, um gefährliche Situationen zu vermeiden, wollen die Seniorinnen aus der Schulung mitnehmen.

„Der Bauch ist immer ehrlich zu mir, der sagt mir, ob ich Panik habe“, warnt Anke Prinz vor riskanter Überwindung von Ängsten. Mut will sie nicht sehen, und so fangen die Übungen langsam an. Ein Bein setzen die Teilnehmer auf die heruntergetretene Pedale. Mit dem anderen Bein stoßen sie sich dreimal vom Boden ab: Das Rad rollt. Nach einigen Runden wird das Anhalten geübt. „Rücktrittbremse betätigen, Popo aus dem Sattel und Fuß auf den Boden“, gibt Prinz resolut vor. Eva Frind ist 50 Jahre alt und hat einen frei gebliebenen Platz im Senioren-Radtraining ergattert. „Ich habe das Radfahren als Kind nicht gelernt und bin später selten gefahren“, erklärt sie die Unsicherheit, die sie jetzt loswird.

Das nächste Fahrradtraining findet vom 22. bis 26. Juni statt. Ansprechpartnerin ist Sabine Bongenberg, Telefon 02 21/22 12 78 16. (uwe)

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