Europa auf der Heimreise: Am letzten Augustwochenende rechnet der ADAC auf wichtigen Autobahnen mit Staus. Was Reisende beachten sollten.
Ferienende auch in NRWRund um Köln drohen lange Staus am Wochenende

Pkw und Lkw stehen auf dem Kölner Ring (Archivbild). Zum Ende der Sommerferien drohen Staus.
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Viele Schüler in Europa müssen ab Montag wieder an die Schreibtische: In Polen, Belgien, den Niederlanden (Region Mitte), Frankreich und Tschechien enden die Ferien am kommenden Wochenende. So auch in NRW, dem bevölkerungsreichsten Bundesland Deutschlands. Gerade auf den Autobahnen rund um Köln drohen Staus. In Bayern, Baden-Württemberg und Österreich sind dagegen noch Schulferien.
Der ADAC und der Auto Club Europa (ACE) rechnen am Wochenende (28. bis 30. August) daher immer noch mit hohem Reiseverkehr. Vor allem die Rückreiserouten aus dem Süden und von Nord- und Ostsee sind betroffen. Auf den Urlaubsrouten Richtung Alpen und Mittelmeer herrscht ebenfalls weiterhin lebhafter Betrieb, nicht zuletzt durch die laufenden Ferien in Baden-Württemberg und Bayern.
Gut zu wissen: Weil fast alle Bundesländer wegen Niedrigwasser auf den Flüssen sonst geltende Lkw-Fahrverbote vorübergehend gelockert haben, fahren auf vielen Routen mehr Laster als sonst an den Sommerwochenenden - das sorgt für zusätzlichen Verkehr und höhere Staugefahr.
Das gibt es zu beachten
Die meisten Verzögerungen durch Rückreisende sind laut ADAC am Samstagnachmittag sowie am Sonntagnachmittag und -abend zu erwarten. Der Zustrom in klassische Urlaubsregionen nimmt zwar leicht ab, bleibt jedoch vor allem am Freitagnachmittag und -abend deutlich spürbar. Am Samstag kommt es zu dichtem Verkehr in beide Richtungen.
Wer flexibel ist, sollte ruhigere Alternativrouten planen oder auf einen anderen Reisetag ausweichen, so der Verkehrsclub. Geeignete Wochentage für besonders flexible Reisende sind dem ACE zufolge Dienstag und Mittwoch.
Wer am Wochenende fahren muss, sollte möglichst früh am Morgen starten oder eine Nachtfahrt in Erwägung ziehen. Der Sonntag ist üblicherweise dem Samstag als Reisetag wegen der Lkw-Fahrverbote vorzuziehen. Da diese aber gelockert wurden, ist auch an Sonntagen mit schweren Lkw zu rechnen.
A1, A3 und A4 bei Köln sind Stau-Hotspots
Beide Verkehrsclubs erwarten zwischen Freitag und Sonntag auf folgenden deutschen Autobahnen mehr Verkehr und Staus (oft in beiden Richtungen):
Beide Verkehrsclubs erwarten zwischen Freitag und Sonntag auf folgenden deutschen Autobahnen mehr Verkehr und Staus (oft in beiden Richtungen):
A 1 Fehmarn - Lübeck - Hamburg - Bremen - Osnabrück - Münster - Dortmund - Köln
A 2 Oberhausen - Dortmund - Hannover
A 3 Arnheim - Oberhausen - Köln - Frankfurt/Main - Würzburg - Nürnberg - Passau
A 4 Aachen - Köln - Olpe
A 5 Hattenbacher Dreieck - Frankfurt/Main - Karlsruhe - Basel
A 6 Kaiserslautern - Mannheim - Heilbronn - Nürnberg
A 7 Flensburg - Hamburg - Hannover - Kassel - Würzburg - Ulm - Füssen/Reutte
A 8 Karlsruhe - Stuttgart - Ulm - München - Salzburg
A 9 Berlin - Nürnberg - München
A 10 Berliner Ring
A 20 Lübeck - Rostock
A 24 Hamburg - Berlin
A 40 Venlo - Essen - Dortmund
A 43 Wuppertal - Recklinghausen - Münster
A 44 Essen - Velbert
A 45 Dortmund - Gießen - Aschaffenburg
A 46 Düsseldorf - Wuppertal
A 57 Krefeld - Köln
A 59 Köln - Bonn
A 61 Ludwigshafen - Koblenz - Mönchengladbach
A 81 Würzburg - Heilbronn - Stuttgart - Singen
A 93 Kiefersfelden - Rosenheim
A 95 München - Garmisch-Partenkirchen
A 96 München - Lindau
A 99 Autobahnring München
Wo es in Österreich, der Schweiz, Italien und den Niederlanden länger dauert
Auch in Österreich erwartet der ADAC auf zahlreichen Transitrouten viel Verkehr. Staugefährdet sind insbesondere:
A 1 (Westautobahn), A 2 (Südautobahn), A 4 (Ostautobahn), A 9 (Pyhrnautobahn), A 10 (Tauernautobahn), A 11 (Karawankenautobahn von und nach Slowenien), A 12 (Inntalautobahn), A 13 (Brennerautobahn von und nach Italien), A 14 (Rheintal/Walgau Autobahn) und B 179 (Fernpass)
In der Schweiz sollten Reisende unter anderem auf der Gotthardroute (A 2) mehr Zeit einplanen. Ab einer Fahrzeitverlängerung auf der Gotthardroute von mehr als einer Stunde lohnt sich die Alternative durch den San-Bernardino-Tunnel (A 13). Auch auf der A 1 (Bern - Zürich) und der A 3 (Basel - Chur) ist das Staurisiko erhöht.
In Italien stehen laut dem ADAC neben der Brennerroute (A 22) vor allem die A 1 (Modena - Florenz), die A 4 (Verona - Triest), die A 9 (Chiasso - Mailand) und die A 23 (Villach - Udine) im Fokus.
Auf den Fernstrecken von den Küsten der Niederlande kann es länger dauern, denn in Belgien und der Region Mitte der Niederlande enden die Schulferien. Auch in Richtung Deutschland wird es durch die endenden Ferien in Nordrhein-Westfalen voll. (dpa)