Köln – Dass ein Studium der Geisteswissenschaft ganz unerwartete Karrieren hervorrufen kann, beweisen Anastasia und Isabelle Veser jeden Tag aufs Neue. Vor 17 Jahren gründete Anastasia Veser die gleichnamige Real Estate GmbH & Co. KG, die heute sowohl als Bauträger wie als Immobilien- und Verwaltungsgesellschaft fungiert. Grundlage der Gründung war zum einen ein stetes Interesse an der Architektur, zum anderen die eigenen Erfahrungen beim Hausbau: Alles kein Hexenwerk, stellte sich heraus.
Die Idee zur Gründung einer eigenen Immobilienfirma war geboren. Heute leitet sie ein Bauträgerunternehmen – und Tochter Isabelle Veser ist längst mit an Bord.

Den Master fast abgeschlossen, den Doktor im Blick: Isabelle Veser.
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Die Anfänge waren naturgemäß nicht einfach, dennoch kam relativ schnell Bewegung in die Sache. Die Erfahrungen aus fünfter Unternehmergeneration in der Familie – ausgehend vom Bäckerhandwerk – mögen hilfreich gewesen sein. Veser Real Estate hat sich auf hochwertige Objekte spezialisiert, momentan werden beispielsweise in Rodenkirchen Stadtvillen realisiert. Gerne leicht angelehnt an den mediterranen Stil, Weiß ist zumindest in der Außengestaltung die stets dominierende Farbe.
Wirtschaftsethik gehört dazu
Auch überregional ist das Unternehmen aktiv, wenn sich geeignete Flächen bieten. Der Bedarf ist da, auch wenn die Endpreise in der Regel eher siebenstellig landen. „Zu viele Parteien im selben Gebäude, das entspricht nicht unserem Segment“, erklärt Tochter Isabelle Veser. Sie ist als Assistentin der Geschäftsführung in die Firma eingestiegen, soll langfristig mithelfen, das Portfolio weiterzuentwickeln. Vielleicht irgendwann auch einmal die Geschicke selbst in die Hand zu nehmen, aber das erst auf lange Sicht.
Zunächst einmal stand das Master-Studium an – und ganz der Tradition folgend, nicht etwa im Bereich BWL oder Ingenieurwissenschaften, sondern in Philosophie und Geschichte. „Da gehört schließlich auch die Wirtschaftsethik mit hinein, von daher ist es vielleicht ja auch nicht ganz fachfremd“, meint Isabelle Veser. Den Doktorgrad würde die 28-Jährige übrigens ganz gern auch noch mitnehmen.
Prominente Kundschaft mit Charme
Wer sich in diesem Bereich tummelt, macht auch mal die Bekanntschaft prominenterer Zeitgenossen, die beispielsweise im Hahnwald eine exklusive Bleibe suchen. Der ein oder andere Fußballer etwa, oder auch mal ein bekanntes Fernsehgesicht. „Es ist dann schön zu erleben, dass auch das ganz nette und höfliche Menschen sind“, sagt Veser. Im Übrigen machen Mutter wie Tochter immer wieder dieselbe Erfahrung: Gerade in einer Männer-dominierten Welt wie dem Baugewerbe haben sie noch nie schlechte Erfahrung auf den Baustellen gemacht. „Höchstens mal im Vorfeld bei den Verhandlungen, aber auch da kann etwas weibliches Vermittlungsgeschick oft von Vorteil sein“, meint Isabelle Veser mit einem leichten Lächeln.
Die Firma ist gesund, hat mit ihren sechs und weiteren externen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gerade den neuen Firmensitz am Rudolfplatz bezogen und ist mit zwei bis drei neuen Objekten im Jahr gut ausgelastet. Auch wenn Isabelle Veser kein Geheimnis daraus macht, dass man sich in der Familie eine weitere Expansion gut vorstellen kann, vielleicht auch im Ausland. „Die Schweiz wäre vielleicht ganz nett“, meint sie und lächelt erneut ein wenig in sich hinein.