Mit äußerster Brutalität soll ein 29-Jähriger eine Frau an der Zoobrücke vergewaltigt haben. Seit Montag steht der Mann wegen Vergewaltigung, gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung vor dem Landgericht.
Laut Anklageschrift soll der Beschuldigte die 31-Jährige, die sich in der Junkie-Szene am Ebertplatz bewegt haben soll, am 31. August 2019 in einen Grünbereich an der Zoobrücke gelockt haben. Dort soll der 29-Jähige der Frau zunächst Drogen angeboten haben, sie dann aber plötzlich an den Haaren zu einem Baum gezogen haben. Unter massiver Gewaltanwendung soll der Mann die Frau dann vergewaltigt haben. So soll er der 31-Jährigen in den Hals gebissen und mit einer brennenden Zigarette mehrere Brandverletzungen an einer Hand zugefügt haben. Ein Treffer in der DNA-Datenbank für Gewaltverbrecher überführte den Mann. Der 29-Jährige ist bereits mehrfach vorbestraft. Unter anderem hat er eine fünfjährige Jugendstrafe wegen Raubes verbüßt.
Angeklagt auch wegen Erpressung in der S-Bahn
In einer weiteren Anklage wirft die Staatsanwaltschaft dem Mann noch eine besonders schwere räuberische Erpressung und gefährliche Körperverletzung vor. Im März 2021 soll er in der S-Bahn-Linie 6 einem Mann einen Faustschlag ins Gesicht versetzt haben und ihm unter Vorhalt eines Messers eine hochpreisige Jacke sowie Handy und Kopfhörer geraubt haben.
Beim Prozessauftakt schwieg der Angeklagte zu den Vorwürfen. Eine Einlassung zu einem späteren Zeitpunkt behielt sich der Angeklagte jedoch ausdrücklich vor.
Der Prozess wird fortgesetzt.
