HochwasserRheinpegel in Köln steigt über sechs Meter

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Bäume stehen am Rheinufer in Köln im Wasser, weil der Rheinpegel gestiegen ist.

Bis Mittwoch soll der Rheinpegel in Köln weiter ansteigen.

Die ergiebigen Niederschläge in Süddeutschland lassen auch den Rheinpegel in Köln derzeit ansteigen.

Auf Köln rollt die nächste kleine Hochwasserwelle zu. Gegen 15 Uhr am Montag kletterte der Wasserstand über die Marke von 6,00 Meter Kölner Pegel. Tendenz: steigend. Bei 6,20 Meter wird in Köln die erste Hochwassermarke überschritten. Dann müssen Rheinschiffe ihre Fahrt verlangsamen, um Beschädigungen im Uferbereich durch Wellenschlag zu vermeiden.

Die Stadtentwässerungsbetriebe Köln (Steb) gehen davon aus, dass das Wasser bis Mittwoch weiter ansteigt und einen Pegelstand von bis zu 7,20 Metern erreicht. Danach sollen die Fluten wieder zurückgehen. Grund: Die Wasserstände an Main und Neckar haben bereits ihren Höchststand erreicht. Die Wasserstände dort fallen, das wirkt sich auch auf den Kölner Pegel aus. Hinzu kommt: Für die nächsten Tage sind keine abflusswirksamen Niederschläge im Rheineinzugsgebiet vorhergesagt.

„Die derzeit starken Niederschläge in Bayern fließen größtenteils in die Donau ab und betreffen den Rhein daher nicht“, erläutert Steb-Sprecherin Birgit Konopatzki. Dass der Rhein Anfang Juni Hochwasser führt, sei eher ungewöhnlich. Aber gefühlt habe es seit vergangenem November dauernd hohe Wasserstände gegeben. Ab 4,50 Meter Kölner Pegel werden die Steb aktiv, dann werden erste Schieber im Kanalnetz geschlossen.

Auch für das aktuelle Hochwasser sei Köln gut vorbereitet, betonen die Steb. So seien in Rodenkirchen Fenster- und Türverschlüsse gesichert und der Steg am Bootshaus Ammel aufgebaut worden. Zudem werde am Montagnachmittag das Hubtor in der Kirchstraße in Rodenkirchen aufgebaut. Weitere Maßnahmen erfolgten in Abhängigkeit vom Wasserstand.

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