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Höhere Gebühren, mehr KontrollenSo wird das Parken in Köln neu sortiert

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Parken in Köln – eine Herausforderung

Köln – Das Auto soll Platz machen in der Innenstadt. Mehr Raum für Radfahrer und Fußgänger: Das ist erklärter Wille des Ratsbündnisses von Grünen, CDU und Volt. Um das Ziel zu erreichen, feilen die Verkehrsexperten der Parteien seit Monaten an einem „Masterplan Parken“. Über wenige Details wird noch verhandelt. Doch das Grundgerüst steht. Der Rundschau liegt nun das Konzept vor, dass der Verkehrsausschuss voraussichtlich in seiner Dezembersitzung verabschieden wird.

Kürzer parken für mehr Geld

Es soll in Köln weniger frei nutzbare Parkplätze geben, und die Kosten fürs Parken werden angehoben. Zumindest in der Innenstadt wird die maximale Parkdauer außerhalb von Parkhäusern deutlich reduziert: von vier auf zwei Stunden. Darüber hinaus werden vier Stunden Standzeit erlaubt sein. Wo genau? Dafür soll die Verwaltung das gesamte Stadtgebiet in Parkzonen neu einteilen. Auch ein Konzept für die künftige Höhe der Parkgebühren soll die Verwaltung erarbeiten. Mit der Vorgabe: Die Gebühren müssen steigen. Nur die ersten 15 Minuten sind für die Autofahrer kostenlos, um ganz schnell mal Brötchen zu holen. Parkzonen, in denen weiterhin keine Gebühren erhoben werden, sollen kontinuierlich daraufhin überprüft werden, ob der Parkdruck doch eine Bewirtschaftung erforderlich macht. Handwerker, Sozialdienste, Pflegekräfte und Menschen mit Einschränkungen werden von den Gebühren befreit. Auf der Severin-, Apostel-, Maastricher- und Zülpicher Straße entfällt das Parken komplett.

Parkscheinautomaten fallen weg

Das Bündnis möchte die Parkraumbewirtschaftung vollständig digitalisieren. Mittelfristig soll es keine Parkscheinautomaten mehr geben. Die Parkplätze könnten dann nur noch über eine App auf dem Handy bezahlt werden.

Vorfahrt für alternative Antriebe

„Zehn Prozent aller Stellflächen sind ausschließlich für Autos mit alternativen Antrieben freizugeben“, steht in dem Konzept. In jeder Straße sollen zudem Parkplätze in Abstellflächen für Räder aller Art umgewandelt werden. Jedes Quartier in Köln bekommt einen Knotenpunkt für Leih-Lastenräder.

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Fußgänger nicht mehr einengen

Können Autos am Gehwegrand nicht so abgestellt werden, dass nicht mindestens zwei Meter Breite für die Fußgänger überbleiben, fallen die Parkplätze am Bürgersteig weg. In engen Straßen müssen die Parkflächen klar markiert werden. Gehwege, die schmaler als 1,80 Meter sind, sollen mittelfristig verbreitert werden. Nach dem Vorbild von Karlsruhe soll es ein Gestaltungshandbuch „Faires parken“ geben. „Das Parken in Mittelalleen wird sukzessive aufgehoben“, heißt es in dem Konzeptpapier.

Nachts beim Autohändler parken

Gibt es Parkplätze an Schulen, bei Autohändlern oder in Tiefgaragen, die nicht rund um die Uhr genutzt werden? Das Bündnis möchte, dass die Verwaltung auslotet, wie diese freien Kapazitäten an Stellplätzen von Anwohnern genutzt werden können.

Mehr Druck auf Parksünder

„Der Ordnungs- und Verkehrsdienst wird beauftragt, die Kontrolltätigkeiten zur Unterbindung von Falschparkern auf Plätzen, Geh- und Radwegen auch außerhalb der Innenstadt deutlich auszuweiten“, heißt es in dem Konzept. Grundsätzlich wird es dann ein Knöllchen geben, wenn ein Autofahrer so parkt, dass dem Fußgänger weniger als 1,80 Meter Gehwegbreite bleiben.