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„Ich bin wirklich wütend“Kita in der Kölner Südstadt soll Ende 2027 schließen

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Die Kinder zeigen die Postkarten, die sie an Mitglieder des Jugendhilfausschusses geschrieben haben.

Die Kinder zeigen die Postkarten, die sie an Mitglieder des Jugendhilfausschusses geschrieben haben.

Im Jugendhilfeausschuss soll am Dienstag über die Zukunft der Kita Karl-Korn-Straße entschieden werden.

Die Stadt beabsichtigt, die Kita an der Karl-Korn-Straße zu schließen. Nach Informationen des Elternbeirats Stephan Schmitz sollen die Politiker im nichtöffentlichen Teil des Jugendhilfeausschusses am heutigen Dienstag beschließen, die Einrichtung nur noch bis Ende Dezember 2027 zu öffnen. Darauf habe sich die Stadt mit dem Vermieter der Immobilie geeinigt. „Ich bin wirklich wütend und maßlos enttäuscht“, sagte Schmitz.

Das Aus resultiert aus einem Streit zwischen der Stadt und dem Vermieter. Letzterer hatte den Mietpreis erhöht, den die Kommune nicht bezahlen wollte. Es folgten langwierige Verhandlungen, die zwischenzeitlich vor dem Abbruch standen. Hätten sich beide Seiten nicht geeinigt, hätte die Stadt die Räume bereits im März 2027 verlassen und zuvor zurückbauen müssen. Vermutlich hätte die Kita dann bereits Ende des Jahres schließen müssen. Die Stadt will auf Anfrage zu dem Thema derzeit keinen Kommentar abgeben.

Ein Junge wirft eine Postkarte an ein Mitglied des Jugendhilfeausschusses in den Briefkasten

Ein Junge wirft eine Postkarte an ein Mitglied des Jugendhilfeausschusses in den Briefkasten.

Die Regelung wäre also immerhin ein Aufschub. Die Vorschulkinder müssten nicht die Kita wechseln und die Eltern der jüngeren Mädchen und Jungen hätten mehr Zeit, sich nach einer Alternative umzusehen, die die Stadt durchaus anbietet. Dennoch würden die Kinder aus ihren gewachsenen Strukturen gerissen und müssten sich neu eingewöhnen, sagt Schmitz.

Im Sommer habe es noch positive Signale aus dem Jugendamt gegeben. Neben der Option, die jetzt auf dem Tisch liegt, habe es noch eine zweite Variante gegeben, nach der die Stadt die Kita bis Ende 2030 halten will. Das Jugendamt habe zur zweiten Variante tendiert, so Schmitz.

Vor den Ferien hatten Kita-Kinder den stimmberechtigten Mitgliedern des Jugendhilfeausschusses Postkarten gesendet – mit der Bitte, die Kita möglichst lange offenzuhalten. Ob sie mit ihrem Wunsch auf Resonanz stießen, zeigt sich an diesem Dienstag.