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ImmobilienverkaufArbeitsagentur gibt Standort auf

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Noch ist unklar, was nach dem Verkauf mit dem Bürokomplex der Arbeitsagentur geschieht.

Köln – Die Kölner Arbeitsagentur verkauft ihr Gebäude an der Luxemburger Straße und macht sich zugleich auf die Suche nach zwei neuen Standorten. Roswitha Stock, Chefin der Agentur für Arbeit, bestätigte der Rundschau gestern entsprechende Pläne ihrer Behörde. „Wir verkaufen unser Haus, weil es in einem Umfang sanierungsbedürftig ist, dass sich für uns ein Verbleib nicht mehr rechnet“, sagte sie. Das Geschäft, für das es „ein knappes Dutzend Interessenten“ gegeben habe, stehe „kurz vor dem Abschluss“.

Gebäude und Grundstück sind bislang Eigentum der Bundesagentur für Arbeit, die das nach den Plänen des Architekten Henrik Busch erbaute, 14-geschossige Hochhaus 1983 bezog. Fünf Jahre später, 1988, wurde es um einen sechsgeschossigen Anbau zum heutigen Riegel ausgebaut. Nähere Angaben zu den Käufern oder den weiteren Plänen der Investoren machte Stock zwar nicht. Doch schon jetzt ist klar, dass sich dieser Teil der Luxemburger Straße deutlich verändern dürfte, weil auch das in die Jahre gekommene Justizzentrum nebenan zumindest aufwendig saniert werden muss. Die Suche nach einem Standort für ein neues Justizzentrum läuft.

Verbunden mit Verkauf und Auszug soll auch eine Neuausrichtung der Arbeitsagentur in Köln einhergehen: Nach den Worten Stocks ist geplant, „ein stadtnahes Arbeitsmarktzentrum zu schaffen“, an dem Beratungs- und Vermittlungseinrichtungen, wie etwa der Arbeitgeberservice angesiedelt werden sollen. „Die Kölner Bürger sollen künftig an einem Standort alle relevanten Informationen zu den Themen Arbeit, Beruf und Ausbildung erhalten können“, sagte Stock. Darüber hinaus würden, den Plänen der neuen Bundesregierung entsprechend, mittelfristig die Aufgaben von Jobcenter, Arbeitsagentur und städtischer Jugendhilfe in Form einer „Jugendberufsagentur“ gebündelt. Es gehe darum, „Schnittstellen zu vermindern, damit uns weniger Jugendliche und junge Menschen bis zu 25 Jahren verloren gehen“, sagte Stock.

An einem zweiten Standort („da sind wir nicht so gebunden“), soll dann das „Backoffice“ der Arbeitsagentur angesiedelt werden, Stellen also, „die nicht in unmittelbarem Beratungs- und Vermittlungskontakt zu den Kunden stehen“, wie etwa die Verwaltung oder interne Serviceeinrichtungen der Behörde. Zeitlich soll der Verkauf des Standorts Luxemburger Straße im ersten Quartal 2014 abgeschlossen sein, der Umzug bis 2015 vollzogen. „Die Mitarbeiter ziehen eins zu eins mit“, erklärte Roswitha Stock. Ein Sprecher der Arbeitsagentur sprach von „bis zu 1500 Beschäftigten“, die von den Plänen betroffen seien. Die Suche nach alternativen Mietobjekten laufe bereits.

Wie die Rundschau weiter erfuhr, bleibt das Jobcenter Mitte zunächst vor Ort und wird sich „innerhalb des Postleitzahlenbereichs“ selbst um einen eigenen, neuen Standort bemühen.