Nach der Evakuierung zweier Wohnhäuser in Köln gibt es Entwarnung für einige Mieter. Doch ein Gebäude bleibt gesperrt.
Ein Haus bleibt gesperrtNach Fassadenriss in Köln-Kalk sind erste Bewohner zurückgekehrt

An diesem Haus in Kalk hatte sich ein großer Riss gebildet, weshalb das Haus sowie ein benachbartes Gebäude geräumt werden mussten. (Archivbild)
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Knapp zwei Wochen nach der Evakuierung zweier Wohnhäuser in Köln-Kalk gibt es für einen Teil der Betroffenen gute Nachrichten. Die Bewohnerinnen und Bewohner eines der beiden Häuser in der Thumbstraße konnten bereits in ihre Wohnungen zurückkehren. Für das Nachbargebäude bleibt die Lage dagegen weiter ungewiss.
Die Feuerwehr hatte die beiden direkt nebeneinanderliegenden Mehrfamilienhäuser am Abend des 28. Mai räumen lassen. Auslöser waren Risse in einer Hauswand gewesen. Nach Angaben der Stadt habe es einen „hinreichenden Gefahrenverdacht einer akuten mangelnden Standsicherheit“ der beiden Gebäude gegeben. Die Räumung sei deshalb unumgänglich gewesen.
Baustelle in Kalk soll ungenügend gesichert gewesen sein
Als mögliche Ursache gilt die benachbarte Baustelle. Dort soll ein Neubau geplant sein. Nach Einschätzung des Bauaufsichtsamts könnten sich die Risse in dem Wohnhaus durch die Grube entwickelt haben. Konkret geht es um den Zustand der Abfangung, also darum, wie die Grubenwände abgestützt werden. Die Arbeiten auf der Baustelle wurden daraufhin untersagt.

Zwei Wohnhäuser in der Thumbstraße in Kalk waren geräumt worden, nachdem sich ein Riss in einer Fassade gebildet hatte. Als mögliche Ursache gilt die Grube einer benachbarten Baustelle. (Archivbild)
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Insgesamt waren von der Räumung 20 Menschen betroffen. Sechs Menschen beziehungsweise drei Parteien mussten vom Amt für Wohnungswesen vorübergehend in Hotels oder Notunterkünften untergebracht werden. Für das Gebäude an der Thumbstraße 81 konnte schon wenig später Entwarnung gegeben werden: Die Bewohnenden durften am Tag darauf in ihre Wohnungen zurückkehren.
Statiker müssen weitere Sicherheit von Haus in Kalk prüfen
Anders stellt sich die Situation für das Haus an der Thumbstraße 79 dar. Das Gebäude darf weiterhin nicht genutzt werden. Nach Angaben der Stadt Köln können derzeit noch keine Aussagen dazu getroffen werden, wann es wieder betreten werden darf.
Am Haus selbst soll jetzt eine Stützkonstruktion angebracht und die benachbarte Baugrube wieder aufgefüllt werden. Damit will man verhindern, dass sich der Zustand weiter verschlechtert. Anschließend soll ein Vermessungsingenieur die Lage überwachen.
Erst wenn diese Sicherungsarbeiten abgeschlossen seien und ein Prüfstatiker deren Wirksamkeit bestätigt habe, könne das Bauaufsichtsamt über die weitere Nutzung des Gebäudes entscheiden.
