Wenn die Menschen sich einbringen, damit alle friedlich feiern können, tut das allen gut, sagt Rundschau-Lokalchef Jens Meifert.
KommentarWarum uns der Karneval mehr gibt als nur kurze Freude

Das Dreigestirn feierte auf dem Alter Markt mit den Jecken.
Copyright: Costa Belibasakis
Nie war der Karneval wichtiger als heute, nie tat uns das Lachen so gut wie in dieser Session: In manchem Sitzungssaal wähnte man sich in den vergangenen Wochen auf der Couch. Redner und Sitzungspräsidenten empfahlen das Jeckespill als psychologische Turbokur, um aus dem Krisenmodus zu kommen. Im Sessionshit „Karnevalsmaus“ erklingt fast beschwörend die Verheißung von sechs sorgenfreie Tagen. Gefeiert jedenfalls wird kräftig. Mache sagen: so viel wie lange nicht.
An diesem Wochenende werden tausende Jecken den Zügen in den Veedeln und dann dem großen Rosenmontag zujubeln. Der Karneval setzt positive Emotionen frei und hilft, die Sorgen zumindest für einige Stunden zu vergessen. Das gelingt nur, weil so viele Menschen dabei mithelfen. Die Kölnische Rundschau hat schon in der vergangenen Session das Ehrenamt in den Mittelpunkt gerückt und verleiht jedes Jahr am Karnevalsfreitag den „Jeck met Hätz“-Orden. Er geht an Menschen, die sich engagieren und das für selbstverständlich halten – gerade das macht sie so besonders.
Denn die Arbeit in den Vereinen, die Vorbereitung einer Pfarrsitzung, der Karneval auf der Krankenhausstation oder im Seniorenstift, helfen, den Menschen ein paar gute Stunden zu bereiten. Das Festkomitee hat dies mit dem Sessionsmotte „Alaaf – Mer dun et för Kölle“ unterstrichen. Gut so. Wenn dieser Gedanke weiter im Fastelovend präsent bleibt, ist viel gewonnen. Über sechs sorgenfreie Tage hinaus.
