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Neuerung für Kölner RosenmontagszugPferde und Reiter müssen auf die Waage

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Im Kölner Zug werden etwa 300 Pferde eingesetzt.

Köln – Erstmals werden im Startbereich des Rosenmontagszugs in diesem Jahr große Waagen stehen. Denn Reiter dürfen samt Kamelle und Sattelzeug nicht mehr als 20 Prozent des Pferdegewichts auf die Waage bringen. Diese Regelung ist Teil der vom NRW-Umweltministerium verabschiedeten Richtlinien für die Teilnahme von Pferden bei Brauchtumsveranstaltungen.

Nach dem Kutschunfall beim Rosenmontagszug 2018, bei dem vier Personen verletzt wurden, hatte sich das Kölner Festkomitee bereits in Zusammenarbeit mit Veterinären strengere Regeln auferlegt. „Der Entwurf aus dem Ministerium orientiert sich sehr eindeutig an den Vorgaben, die wir für Reiter und Kutschen machen“, kommentiert Zugleiter Holger Kirsch den Vorstoß des Ministeriums. Voriges Jahr hatte das Festkomitee alle Pferde wegen einer Sturmwarnung kurzfristig nicht mitziehen lassen, doch bereits bei diesem Zug hätten die neuen Regeln gegolten. Unter anderem dürfen berittene Kapellen keine laute Musik auf dem Rücken der Pferde machen, auch die Gesamteinsatzzeit ist limitiert.

Tierschützer haben angekündigt, die Pferde im Zug filmen zu wollen, um Fehlverhalten von Reitern oder stressige Situationen für die Tiere dokumentieren zu können. Voriges Jahr hatte auch das Festkomitee den Einsatz von Kameras an Kutschen angekündigt, um Beweise für eventuelle Kamellewürfe auf Pferde zu haben. (tho)