Am Sonntag, 20. September, findet der nächste Live-Talk des „Kölner Stadt-Anzeiger“ statt. Thema dieses Mal: Köln als Schwammstadt.
„100 Ideen für Köln“Live-Talk am Sonntag mit Eckart von Hirschhausen über Köln als Schwammstadt

In Köln-Mülheim genießen die Menschen einen Sommertag: Im Park ist es kühler als auf baumlosen Straßen.
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Grünes Veedel, kühles Veedel, super Veedel: Wie können die Stadtteile Kölns grüner werden, damit wir in einer Schwammstadt leben? Lässt sich die Stadt mit Blick auf die immer heißer werdenden Sommer umbauen, damit die Straßen kühler werden? Braucht Köln „Superblocks“ ohne Autos, aber mit Bäumen, Fahrradwegen und viel schattigem Platz zum Aufhalten?
Darüber sprechen wir bei der dritten Ausgabe unseres Live-Talks „100 Ideen für Köln“ am Sonntag, 20. September, um 15 Uhr in der Christuskirche. Der Eintritt ist kostenfrei. Der „Kölner Stadt-Anzeiger“ veranstaltet die Reihe mit Unterstützung der Sparkasse Köln-Bonn. Zu Gast auf dem Podium werden sein: der Arzt, Moderator und Wissenschaftsjournalist Eckart von Hirschhausen, Kölns Umweltdezernent William Wolfgramm, Anja Bierwirth, Leiterin des Forschungsbereichs Stadtwandel am Wuppertal Institut, und Iris Pinkepank, Vorsitzende des Stadtgarten-Vereins. Es moderieren Julia Hahn-Klose und Susanne Rohlfing aus dem Kommunalpolitik-Team des „Kölner Stadt-Anzeiger“.
Live-Talk des „Kölner Stadt-Anzeiger“ zu Gast beim Park-Platz-Tag
Dieses Mal sind wir zu Gast beim Park-Platz-Tag des Vereins Stadtgarten, der sich seit 2024 für „ein umweltgerechtes und enkeltaugliches Veedel samt Park“ einsetzt. Für den Park-Platz-Tag werden alle Autos des dort eigentlich befindlichen Parkplatzes entfernt: Er wird zum Park und zum Platz für Begegnung, Information und Diskussion. Das soll zeigen, wie sich Flächen in einem Stadtquartier anders nutzen lassen, nach Vorstellung des Vereins „entsiegelt, begrünt, zugänglich und gesundheitsfördernd“. Diesjähriges Thema des wiederkehrenden Aktionstages ist Hitze und Gesundheit.
NRW-Umweltminister Oliver Krischer (Grüne) wird ihn eröffnen. Der Tag wird von der Stadt Köln im Rahmen des Pilotprojekts „Stadtgarten-Superveedel“ unterstützt.
Der Verein Stadtgarten verfolgt das Ziel der Superblockbewegung, ein Konzept in der Stadtplanung zur Verkehrsberuhigung von Wohnquartieren. Die Idee: In solch einem Viertel sollen Autos nur über Hauptstraßen fahren, so soll die Aufenthaltsqualität innerhalb des Blocks steigen: Kleinere Straßen könnten dann begrünt, zu Fahrradwegen umgebaut oder auch ganz anders von den Anwohnenden genutzt werden.
Eckart von Hirschhausen fordert ein grüneres und kühleres Köln
Damit lässt sich das Konzept von Superblöcken – eingekölscht Superveedel – mit dem der Schwammstadt verbinden: Dieses Konzept der Stadtplanung sieht vor, Regenwasser aufzufangen und erneut zu nutzen. Aktuell läuft das Wasser, das in Köln vom Himmel kommt, zu großen Teilen direkt wieder über die Kanalisation aus der Stadt heraus. Dagegenwirken kann Entsiegelung von Asphalt- und Betonflächen, damit Böden wieder wasserdurchlässig werden und den Regen vor Ort speichern. Zusätzlich können offene Gewässer und Rückhaltebecken das Abwassersystem entlasten und aufgefangenes Wasser kann etwa zum Gießen von Stadtbäumen genutzt werden. Auch die Begrünung von Dächern, Fassaden und Straßen trägt dazu bei, dass eine Stadt zum metaphorischen Schwamm wird.

Eckart von Hirschhausen
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Eckart von Hirschhausen schrieb in seinem Beitrag zur Serie „100 Ideen für Köln“ dieser Redaktion vor der Kommunalwahl 2025: „Im Karneval sind die Kölner fähig, in kurzer Zeit sehr viel Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Dazu sollten sie auch ihre Stadt befähigen.“ Daran knüpft der Live-Talk am 20. September an.
Mit mehr Grün und mehr Wasser in der Stadt, wird diese auch kühler. So würde von Hirschhausen gerne mit Köln als Schwammstadt auch ein „Kältenetz für Köln“ entstehen lassen: „Ein Kältenetz wurde 2024 zu den Olympischen Spielen für das Olympische Dorf geschaffen. Das bräuchten wir dringend auch in Köln, vor allem für Orte, an denen vulnerable Menschen versorgt werden: Krankenhäuser, Altenpflegeheime, aber auch Kitas und Schulen.“ Von Hirschhausen schrieb in seinem Beitrag zur Serie: „Und für alle, die bei Hitze draußen sind oder sein müssen, braucht es öffentliche Orte zum ‚Chillen‘, was wörtlich ja nichts anderes meint als abkühlen.“