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Köln betroffenWarnstreik legt kommunalen Nahverkehr lahm – KVB fährt nicht

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02.02.2026: Am Montag fährt die KVB wegen eines Warnstreiks nicht.

Am Montag (2. Februar) fährt die KVB wegen eines Warnstreiks nicht.

An vielen Haltestellen in NRW fahren am Montag keine Stadtbahnen und Busse vor. In Köln verkehren zumindest einige Buslinien. 

Der öffentliche Nahverkehr ist in großen Teilen Nordrhein-Westfalens durch einen Warnstreik zum Erliegen gekommen. Busse und Bahnen sind in zahlreichen großen Verkehrsbetrieben zum Betriebsbeginn in den Depots geblieben. „Alle Ein- und Ausgänge sind symbolisch blockiert“, sagte Frank-Michael Munkler von der Gewerkschaft Verdi zur Situation bei den Kölner Verkehrs-Betrieben KVB. In Köln bleiben die Anzeigetafeln an den Haltestellen seit dem frühen Morgen dunkel, es wird lediglich auf den Warnstreik hingewiesen.

Auch in Bonn, Leverkusen und Bergisch Gladbach sollten zeitgleich ganztägige Arbeitsniederlegungen beginnen.

Regionalzüge und S-Bahnen sind aber nicht vom Warnstreik betroffen. 

Busse und Bahnen seien in den Depots geblieben, sagte auch Linda Malolepszy, die bei Verdi unter anderem für die Rheinbahn in Düsseldorf zuständig ist. Die Gewerkschaft hat Beschäftigte in insgesamt rund 30 kommunalen Verkehrsbetrieben in NRW zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen. Dazu zählen nahezu allen großen Nahverkehrsunternehmen des Landes wie DSW21 in Dortmund oder der Verkehrsbetrieb der Stadtwerke Münster. Die Aseag in Aachen ist dabei eine der wenigen nicht betroffenen Ausnahmen.

In Köln fahren Busse auf einigen Linien – Schule fällt nicht aus

Busse von Subunternehmen können jedoch fahren. Auch in Köln werden einige Buslinien fahren, die nicht direkt von der KVB bedient werden. Diese Fahrten werden in der elektronischen Fahrplanauskunft angezeigt und als Fahrplan-Tabelle auf der KVB-Website veröffentlicht werden.

Die Schule fällt wegen des Warnstreiks in NRW nicht aus. „Bei im Vorfeld angekündigten Ereignissen wie einem Streik des öffentlichen Nahverkehrs besteht die Verpflichtung zur Teilnahme am Unterricht auch weiterhin“, erklärte das Schulministerium. Eltern müssten deshalb dafür Sorge tragen, dass ihre Kinder zur Schule kommen. Sollte einer Schülerin oder einem Schüler der Schulweg im Einzelfall nicht zumutbar sein, handele es sich um entschuldigte Fehlzeiten, hieß es.

Verdi hat in fast allen Bundesländern zu Warnstreiks in kommunalen Verkehrsunternehmen aufgerufen. Hintergrund sind die parallel laufenden Tarifverhandlungen. Die Gewerkschaft fordert unter anderem eine kürzere Wochenarbeitszeit. Sie will den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. (dpa, red)