- Die von der Verwaltung vorgeschlagene Pförtnerampel in Weiden West zur Einführung der Express-Buslinien im Dezember lehnt die CDU ab.
- Ein Zusammenhang zum beantragten Express-Bus bestehe nicht. Für Pendler ist die Situation unklar. Wie geht es weiter in Weiden?
Köln – „Die gehört da nicht hin.“ Das Urteil von Dirk Michel, verkehrspolitischer Sprecher der CDU ist eindeutig. Die von der Verwaltung vorgeschlagene Pförtnerampel in Weiden West zur Einführung der Express-Buslinien im Dezember lehnt der Christdemokrat ab. Damit gibt es erstmals Kritik an den Plänen der Verwaltung aus den Reihen der Auftraggeber. Die Union hatte zusammen mit Grünen und der Ratsgruppe Gut den Antrag gestellt, eine Expressbuslinie entlang der Aachener Straße einzuführen, damit die überlastete Stadtbahnlinie 1 unterstütz werden kann.
Aus dem einfachen Antrag hat das Verkehrsdezernat einen umfangreiches Konzept gemacht, durch dass unter anderem schlecht angebundene Stadtteile wie Widdersdorf, Junkersdorf und Müngersdorf ein verbesserter ÖPNV-Angebot bekommen. Was allerdings sogleich Widerstand hervorrief , ist die sogenannte „Pförtnerampel“ auf Höhe des P+R-Parkplatzes Weiden West. Durch verlängerte Rotphasen sollen dort im morgendlichen Berufsverkehr bis zu 500 Fahrzeuge in der Stunde zurückgehalten werden.
„Kein Zusammenhang zum Express-Bus“
„Bei dieser Ampelschaltung besteht kein Zusammenhang zum Express-Bus“, schließt sich Michel der Kritik an. Da der Express-Bus ab Militärringstraße auf einer eigener Spur fahre, also losgelöst vom allgemeinen Verkehr, müssten für ihn auch keine Autos zurückgehalten werden.
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„Ich würde mir hingegen wünschen, wir könnten an der Stadtgrenze in Weiden das Angebot für Umsteiger vom Auto auf den ÖPNV verbessern“ sagt der Christdemokrat. Denkbar wäre für ihn beispielsweise, dass die Express-Busse auch nach Frechen fahren, sodass dort Berufspendler direkt einsteigen könnten, ohne erst Köln mit dem Auto ansteuern zu müssen.
In die Kritik bei ihrer eigenen Klientel war die CDU gekommen, weil das Verwaltungskonzept auch ein Anlieferungsverbot für die Geschäfte entlang der Busspur auf der Aachener Straße während der Hauptverkehrszeiten vorsieht. „Michel dazu: „Die Stadt soll sich mit den Händlern zusammensetzen und ein Konzept erarbeiten, das praktikabel und nicht geschäftsschädigend ist.“
Entscheidung fällt in Sondersitzung
Am Dienstagabend beschäftigte sich erstmals der Verkehrsausschuss mit dem Konzept für die Express-Busse. Dabei brachte die FDP ihren Gegenvorschlag einer zusätzlichen Linie 2 auf der Stadtbahntrasse der Aachener Straße ein. Durch sie soll die Busspur überflüssig werden.
Auch die FDP kritisiert die Pförtnerampel. Entschieden wurde im dem Ausschuss vorerst aber nichts. Am 9. Juli soll es kurz vor der Ratssitzung nochmals eine Sondersitzung des Verkehrsausschusses geben. Bis dahin ist die Entscheidung, ob und an welchen Punkten die Verwaltung ihr Konzept umändern soll, aufgeschoben.

