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Die Krippen von KölnSo vielfältig kann Weihnachten sein – eine Tour über den Krippenweg

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Der 28. Kölner Krippenweg ist eröffnet. Traditionell dabei: Die Hänneschen Krippe 

So vielfältig, so einfallsreich, so herzerwärmend: Der 28. Kölner Krippenweg ist eröffnet.

Josef und Maria als Playmobil-Figuren. Das Jesuskind in einem Blumenstand. Die Heiligen drei Könige auf dem Fahrrad. Nichts scheint unmöglich auf dem 28. Krippenweg in Köln. Der Ideenreichtum ist so groß, wie die Stationen zahlreich sind. An 107 Orten sind Krippen aller Art – von klassisch über künstlerisch bis tagesaktuell – zu bestaunen. Ab heute ist er offiziell eröffnet. Mindest bis zum 6. Januar sind die Krippen zu besichtigen. Wer dabei gezielt vorgehen möchte, kann sich einer Krippen-Führung anschließen.

Am Anfang steht der Dom

Natürlich der Kölner Dom. Das Wahrzeichen der Stadt darf auf dem Krippenweg nicht fehlen. Mehr noch, er ist die offizielle Nummer 1 im Programmheft des Krippenweges mit seiner Krippe des Künstlerehepaars Barbara und Theo Heiermann. Die Darstellung der Menschwerdung Gottes nimmt Bezug auf die Stadtgeschichte. Auf dem Heft zu sehen ein Retablo, eine Kastenkrippe wie sie vor allem in der lateinamerikanischen Tradition zuhause ist. Das Heft ist für 3 Euro unter anderem in der Buchhandlung Ludwig im Hauptbahnhof, im Domforum und auch auf den großen Weihnachtsmärkten erhältlich. Es gibt Orientierung auf dem Weg und in der Vielfalt. Zudem sind dort alle Termine der Führungen und die Kontaktdaten für die notwendige Buchung angegeben.

Weiße Weihnacht auf Knopfdruck

Neben den Klassiker-Krippen im Dom, auf dem Roncalliplatz (Kölner Stadtkrippe) oder auf dem Neumarkt (Hänneschen-Krippe) gibt es auch noch nicht Gesehenes zu entdecken. So hat sich das Kölner Stadtmuseum wieder eingereiht in den Krippenweg. Und zwar an seinem Interimsstandort, im ehemaligen Modehaus Sauer (Menoritenstraße). Dort steht die Krippe des Christuskindes in einem Blumenstand als Bestandteil einer historischen Marktszene auf dem Alter Markt. Die kleine Besonderheit, die Kinderherzen und die Herzen derer, die sich ein Stück Kindheit auch im Erwachsenenalter bewahrt haben, höher schlagen lassen dürfte: Über einen Sensor kann ein Schneegestöber ausgelöst werden. Weiße Weihnacht auf Knopfdruck.

Eine Krippe, die besonders an Herz geht

Eine Krippe, die wie kaum eine zweite, eine Kernbotschaft des Weihnachtsfestes verdeutlicht: Die Darstellung der Heiligen-Nacht-Szene am Haus der evangelischen Kirche in der Kartäusergasse in der Südstadt. Jesus ist auf die Welt gekommen, um den Beladenen zur Seite zu stehen. In diesem Fall den Menschen in dem von der Flut gezeichneten Ahrtal. Das angeschwemmte Holz türmt sich zum Stern von Bethlehem auf.

Ein Fest unter Freunden

Einst war es Tradition, dass eine Partnerstadt Kölns auf dem Krippenweg herausgestellt wird. Aus dieser Tradition wurde mit den Jahren, das sich immer wieder zahlreiche Partnerstädte beteiligen. Erstmals ist eine Krippe aus der Ukraine auf dem Kölner Krippenweg zu sehen.

Die Friedenskrippe im Hauptbahnhof

Die Friedenskrippe im Hauptbahnhof

Im Bürgerbüro am Laurenzplatz steht sie im Fenster und kommt aus Dnipro, mit der Köln seit Kriegsausbruch eine Projektpartnerschaft pflegt. Waren die Heiligen drei Könige umweltbewusst. Vielleicht. Und ob dieser Möglichkeit setzt der ADFC sie auf ein Tridem. Zu sehen im Büro des Fahrradclubs am Mauritiussteinweg. Der ADFC bietet auch in diesem Jahr wieder eine Krippenfahrt per Rad an. Einen fahrbaren Untersatz braucht auch, wer die letzte Station im Krippenführer mitnehmen will: den Altenberger Dom. „Der Kölner Krippenweg ist so beliebt, er zieht Kreise bis ins Umland der Domstadt hinein“, sagt dazu die Organisatorin des Krippenweges, Caroline Maria Weber, nicht ohne Stolz.