Ein 32-Jähriger soll nach dem Willen der Staatsanwaltschaft achteinhalb Jahre hinter Gitter — Mutmaßlich hatten die drei Angeklagten 16 Millionen Euro ergaunert.
Prozess in KölnHohe Haftstrafen für Corona-Betrüger gefordert

In der Corona-Hochphase gab es mehrere Versuche, angebliche Corona-Tests falsch abzurechnen.
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Im Prozess um den vorgetäuschten Betrieb von zehn Corona-Teststationen, mit dem drei Angeklagte (32, 33 und 35) die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein (KNVO) um rund 16 Millionen Euro betrogen haben sollen, hat die Staatsanwaltschaft am Dienstag langjährige Haftstrafen beantragt, wie ein Landgerichtssprecher auf Rundschau-Nachfrage bestätigte.
Beihilfe zum schweren Betrug
Demnach soll der 32-jährige Angeklagte wegen besonders schweren Betrugs für achteinhalb Jahre in Haft. Zudem beantragte die Staatsanwaltschaft die Einziehung der bei dem Betrug mutmaßlich ergaunerten 16 Millionen Euro. Für den 33-Jährigen forderte die Staatsanwaltschaft ebenfalls wegen besonders schweren Betrugs sechs Jahre und acht Monate Haft. Darüber hinaus soll er für 12 Millionen Euro der Betrugsbeute mit dem 32-Jährigen gesamtschuldnerisch haften.
Der 35 Jahre alte Angeklagte soll nach dem Willen der Anklägerinnen für Beihilfe zum besonders schweren Betrug drei Jahre und zwei Monate ins Gefängnis. Zudem beantragte die Staatsanwaltschaft die Einziehung von 40 000 Euro, die er für seine Betrugsbeihilfe erhalten haben soll.
Laut Anklage sollen die beiden 32 und 33 Jahre alten Hauptangeklagten in der Zeit von Februar bis Mai 2021 rund 2,3 Millionen nicht durchgeführte Bürgertests auf das Corona-Virus mit der KNVO abgerechnet haben. Die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein soll aber nicht alle Rechnungen beglichen haben, weshalb es in einigen Fällen laut Anklage bei einem Betrugsversuch geblieben sein soll. In der Hochphase der Corona-Pandemie gab es zahlreiche Versuche, angeblich vorgenommene Test abzurechnen. Ein Urteil in dem Prozess wird kommenden Dienstag erwartet.