Ein kaltes Kölsch, ein Platz am Wasser, ein Mini-Ventilator: Mehr braucht es manchmal nicht. Zehn Menschen erzählen, wie sie heiße Tage in Köln erleben und mit welchen kleinen Ritualen sie durch die erste Hitze kommen.
„I love it“32 Grad und es wird noch heißer – Köln feiert den Sommer

Es wird heiß in Köln: Für fünf Tage soll es über 30 Grad werden.
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Astrid und Heike

Astrid (l.) und Heike wollen bei den hohen Temperaturen positiv gestimmt bleiben.
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Astrid: „Momentan liebe ich die Wärme. Wenn Sie mich in vier Wochen bei Dauerhitze noch einmal fragen würden, wäre das vielleicht etwas anderes, aber im Moment bin ich richtig glücklich damit. Es war lange etwas frisch. Mein Hund mag es nicht so, aber ich liebe es.“
Heike: „Heute gehen wir schön etwas essen und trinken und machen uns einen ganz relaxten Tag. Was wir essen, wissen wir noch gar nicht, aber trinken werden wir auf jeden Fall ein schönes kaltes Kölsch.“
Astrid: „Um bei der Hitze positiv zu bleiben, hilft es meiner Meinung nach, grundsätzlich positiv zu denken. Dann ist das alles nicht so schlimm. Man sollte sich mal überlegen, wie viele Tage man davon im Jahr hat, das sind recht wenige. Die sollte man einfach mitnehmen!“
Heiko Theodor Berger

Heiko Theodor Berger liebt die Hitze.
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„Hitze tut mir eigentlich sogar gut. Ich bin Ausdauersportler, habe 20 oder 25 Jahre Fußball gespielt, ich komme mit der Sonne sehr gut zurecht. I love it. Meine Tipps sind: viel Wasser trinken, gut vorbereitet aus dem Winter kommen, in die Sauna gehen – ich gehe viel saunieren – und einfach gute Gedanken im Kopf haben, froh sein, dass der Sommer da ist.
Auch bei der Hitze mache ich Sport. Ich bin gerade mit dem Fahrrad unterwegs, obwohl ich gleich arbeiten muss. In Bewegung bin ich eigentlich immer. Bei Hitze fällt es mir sogar leichter. Mir kommt das entgegen, das war früher schon so. Ich bin ein Hitzemeister. Je heißer, desto besser.“
Christiane Boltersdorf
„Ich finde es schon recht heiß. Im Moment komme ich noch klar, aber morgen soll es ja noch wärmer werden. So ab 35 Grad ist es schon ein bisschen grenzwertig für mich, aber man muss gucken, dass man sich damit arrangiert. Mein Tipp ist, morgens früh rauszugehen und Einkäufe oder andere Dinge zu erledigen. Das ist immer noch am günstigsten. Gut zu lüften macht auch viel aus.
Fürs Wochenende ist noch nichts Besonderes geplant, vielleicht Garten oder Balkon, aber da muss ich mal gucken. Grundsätzlich bin ich aber froh, dass die Sonne scheint, das tut schon einfach gut.“
Chris

Chris aus Bochum nutzte den Donnerstag für einen Köln-Bummel.
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„Ich finde die Hitze super, wirklich super. Ab 30 Grad ist für mich Sommer. Ich finde schön, dass dann alles ein bisschen langsamer abläuft, ablaufen muss, dass die Leute ein wenig entspannter sein müssen. Man verzeiht sich und anderen mehr. Wenn es so warm ist, wollen wir am Wochenende idealerweise schwimmen gehen, egal ob im Schwimmbad oder irgendwo anders. Wir kommen aus dem Ruhrgebiet, aus Bochum, da geht man dann auch schon mal in den Kanal.“
Banu und ihr Sohn Tamo
Tamo: „Ich freue mich über die Wärme. Nachher esse ich noch ein Eis, mein Lieblingseis ist Stracciatella.“
Banu: „Ich esse natürlich auch ein Eis mit. Über die Wärme freue ich mich, nur nicht über diese schnellen Temperaturwechsel. Davon bekomme ich mittlerweile Kopfschmerzen. Was hilft, ist im Schatten zu bleiben und sich auf diese Übergänge innerlich vorzubereiten. Ansonsten helfen natürlich die richtigen Klamotten – also das Übliche, was eigentlich jeder macht. Etwas ganz Bestimmtes habe ich da nicht.“
Tamo: „In den Kühlschrank gehen wäre toll, aber dafür müsste man einen sehr großen Kühlschrank haben.“
Banu: „Draußen zu sein, zum Beispiel am Wasserspielplatz, tut auch gut. Am Wochenende sind wir auf einem Kindergeburtstag im Park. Wenn es so heiß ist, gehen wir gern in den Wald oder in den Park, wo viele Bäume sind. Am Sonntag sind wir auch unterwegs, da sind wir mit dem halben Kindergarten bei Jeck im Sunnesching för Pänz.“
Patrick

Fußball lässt sich auch entspannt bei hohen Temperaturen schauen. Patrick macht das am Wochenende.
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„Ich bin ziemlich hitzebeständig. Mir macht das im Prinzip überhaupt nichts aus. Ich trinke genug und kann mich trotzdem genauso bewegen wie sonst auch. Kreislaufprobleme habe ich nie. Ansonsten bewegt man sich halt ein bisschen langsamer, lässt es ruhig angehen, steht im Schatten, macht eine kleine Zwischenpause, und dann geht es weiter.
An den warmen Tagen muss ich jetzt natürlich auch arbeiten. Ich stelle mich darauf ein, durch leichte Kleidung, indem ich genug trinke. Eine besondere Sommeraktivität habe ich fürs Wochenende nicht geplant. In dieser Zeit fallen alle Männer in die Fernsehstarre, es ist ja Fußballweltmeisterschaft. Da falle ich dann auch rein. Da muss man sich auch wenig bewegen.“
Mareike Petersen

Mareike Petersen genießt die morgendliche und abendliche Hunde-Runde durch den Wald
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„Ich freue mich, dass es wärmer wird, vor allem wegen des Hundes. Mit dem in den Wald zu gehen, ist bei Sonne viel schöner als im Regen, aber natürlich nur morgens oder abends, wenn es noch nicht so heiß ist. Für mich könnte es allerdings ab 25 Grad auch aufhören. Ich bin 56 Jahre alt, und ich brauche es nicht noch wärmer. Wenn ich mich abkühlen will, gehe ich in den Pool. Den haben wir im Garten, und das ist ganz praktisch.“
Sophia Stein und Malina Ufermann

Sophia Stein (l.) und Malina Ufermann flüchten sich beim warmen Wetter in die kühlen Geschäfte der Ehrenstraße.
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Sophia Stein: „Ich habe eigentlich immer einen Mini-Ventilator dabei. Außerdem habe ich auf TikTok gesehen, man soll eine Wärmflasche mit kaltem Wasser füllen und dann einfrieren. Den Trick wollte ich auch mal testen, gerade weil das Einschlafen bei Hitze oft am schlimmsten ist.“
Malina Ufermann: „Man kann auch einen Kochtopf mit kaltem Wasser noch mal in den Kühlschrank stellen oder beim Ventilator einen heißen Waschlappen davorhalten. Bis 30 Grad finde ich es immer okay, aber wenn es in Köln über 30 Grad geht, dann kann man eigentlich nur zu Hause bleiben – gerade mit all den Hacks, die man dann braucht. Das ist dann schon fast anstrengend.“
Sophia Stein: „Im Sommerurlaub ist das, glaube ich, noch mal etwas anderes als in der Stadt. Hier merkt man die Hitze vom Asphalt total. Und trotzdem freue ich mich, ich finde, man meckert irgendwie immer übers Wetter, und wir hatten jetzt lange genug kalte Tage. Deswegen wollen wir das jetzt auch gut finden. Jetzt gehen wir erst einmal ein bisschen shoppen – in klimatisierten Geschäften.“
Cesar Manuel

Cesar Manuel behilft sich, wenn es ihm zu heiß wird, mit Wasserspray und einem Fächer.
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„Ich finde es sehr heiß und würde mir wünschen, Köln hätte mehr Klimaanlagen in Bahnen, Öffis generell, und Läden. Was in jedem Fall hilft, sind ein Wasserspray und ein Fächer. Mein Tipp Nummer eins ist: erst mit Wasserspray ansprühen und dann mit einem Fächer Luft machen. Dann wird das richtig kühl, und man ist schön abgekühlt. Wenn man frei hat, kann man sich auch an einen See setzen und sich einfach einen schönen Tag machen, zum Beispiel mit einem Wild Berry Lillet.
Mein Wochenende wird schön: Ich bin am Freitag auf einem Event an den Rheintreppen. Am Samstag will ich einfach das gute Wetter genießen und mich vielleicht an den Aachener Weiher oder in den Grüngürtel setzen, mit einer Picknickdecke und etwas zu essen.“
Ralf

Ralf will das gute Wetter für eine Fahrradtour nutzen. Route: muss noch ausgetüftelt werden.
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„Mir ist egal, ob Regen oder Sonne, mich stört beides nicht. Gerade geht es mir ganz gut. Wenn das Wetter so bleibt, würde ich morgen gern Fahrrad fahren, eine Tour mit meinem Kumpel machen. Er wohnt auch in Ehrenfeld, so wie ich. Wo wir hinfahren könnten, müssen wir noch überlegen. Er schwimmt gern und gut, ich nicht, Wasser ist nicht mein Element. Wenn er hineingeht, gehe ich nur bis zu einer bestimmten Höhe ins Wasser und schaue, dass uns die Räder nicht geklaut werden.“