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Köln im StresstestJetzt ist Solidarität gefragt

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Maske Symbolbild

In Zeiten von Corona ist die Maske ein Muss.

Köln – Seit einer Woche ist Köln Hochburg. Nicht die des Frohsinns, sondern des Risikos. Der Inzidenzwert liegt seit sieben Tagen über der kritischen Marke von 50, und seitdem befindet sich (auch) Köln im Stresszustand.

Dieses Virus ist eine Zumutung, das haben vor allem die Gastronomen zu spüren bekommen. Sie haben in dieser Woche fast täglich widersprüchliche Meldungen zu ihrer Branche (und ihrem Broterwerb) zu hören bekommen. Nun müssen sie um 23 Uhr schließen, eine Einschränkung, die in ohnehin prekärer Lage sehr weh tut.

Auch die Nachtschwärmer werden es als Zumutung empfinden, wenn um halb elf die letzte Runde ausgerufen wird. Und die Theaterbetreiber und andere Kulturschaffende klagen ebenfalls über die neuen Beschränkungen, ihre oft vorbildlichen Hygienekonzepte sind teilweise hinfällig. Und: Ja, auch die Bürger sind verunsichert, und eben auch verärgert, über die umfassende Maskenpflicht.

Die Oberbürgermeisterin sagt, dass sie sich an einigen Punkten Abweichungen von der Gesetzgebung gewünscht hätte. Sie hat auch gesagt, dass es sehr schwer ist, verbindliche Regelungen zu treffen. Die Widerspruch in den Aussagen ist offensichtlich. Wie schon im Frühjahr wird es in den nächsten Wochen und Monaten darum gehen, notleidende Branchen und Beschäftigte zu stützen – und auf der anderen Seite Eigeninteressen zurückzustellen.

Das Virus ist eine Zumutung. Für alle. Aber eine Maske zu tragen, ist nicht zu viel verlangt. Es geht bei der Bewältigung der Krise auch um Solidarität. Denn he hält mer zosamme? Hoffentlich.