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Abbruch läuftWann das neue Laurenz-Carré am Roncalliplatz fertig sein soll

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Neuer Nachbar für den Dom: Zum neuen Laurenz-Carré gehört auch das denkmalgeschützte Senats-Hotel.

Köln – Der Abbruch und Neubau des Laurenz-Carrés am Kölner Dom hat mittlerweile auch augenscheinlich begonnen. Zwischen Hohe Straße, Unter Goldschmied und Roncalliplatz brechen Bagger die Gebäude ab, es rumpelt, es staubt in der Innenstadt.

In den nächsten drei Jahren sollen dort bis 2025 zwei neue Gebäudeblöcke entstehen, rund 400 Millionen Euro investiert die Düsseldorfer Gerchgroup. In den fünf neuen Häuser kommen Hotels, Büros, Handel, und 64 Wohnungen unter. Auch eine Dach-Terrasse mit Gastronomie und Dom-Blick ist vorgesehen. Vor allem wegen seiner prominenten Lage steht das Großbauprojekt besonders im Fokus.

Der Bau ist laut Götz Baumgärtner von der Gerchgroup in zwei Baufelder unterteilt: Süd und Nord. Schneller geht es im südlichen Teil, dort soll der Umbau bis 2023/2024 beendet sein. Dort ist das Senats-Hotel ein wesentlicher Bestandteil, es steht ja unter Denkmalschutz, dementsprechend wird es nicht abgebrochen. Später zieht dort ein Hotel der Radisson-Gruppe ein, der Mietvertrag über 25 Jahre ist unterzeichnet (wir berichteten).

Roncalliplatz: Entkernung und Abbruch soll im April beendet sein

Dazu kommt das Gebäude, in dem früher der Music Store war. Seit Monaten laufen in den Häusern nun die Entkernung, Schadstoffsanierungen oder die Abbrucharbeiten. Laut Baumgärtner sollen sie schon nächsten Monat beendet sein, im August startet der Rohbau.

Ganz aktuell hat der oberirdische Abbruch im nördlichen Baufeld Ende Februar begonnen, ausgenommen davon sind zwei Privathäuser. Es ist der Teil, der für die Öffentlichkeit am stärksten sichtbar sein wird, weil er unter anderem direkt gegenüber des Roncalliplatz geschieht. Auch das ziemlich heruntergekommene Parkhaus wird dann Geschichte sein. Laut Baumgärtner errichten die Arbeiter die Baugrube im Juli und August, der Rohbau soll in den ersten drei Monaten 2023 starten.

Aktuell laufen die Abbrucharbeiten für das künftige neue Laurenz-Carré.

Neuer Nachbar für den Dom: Zum neuen Laurenz-Carré gehört auch das denkmalgeschützte Senats-Hotel (großes Bild).

Wichtiger Teil des Projektes ist es, die Sporergasse aufzuwerten, die bislang quasi nur aus Häuserrückseiten besteht. Dort brechen Bagger gerade die ersten Häuser ab. Zukünftig soll die Sporergasse den nördlichen Häuserblock sozusagen teilen, dieser neue Weg die bisher wenig einladende Schmuddelecke aufwerten.

Streit verschiebt Fertigstellung von neuem Laurenz-Carré um mehrere Jahre

Ursprünglich sollten das Laurenz-Carré mal 2021 fertig sein, so lauteten die Pläne der Gerchgroup, als sie die Grundstücke 2017 gekauft hatte. Doch in den Jahren danach gab es viel Streit. Unter anderem musste die Verkündung eines architektonischen Wettbewerbsergebnisse verschoben werden, weil die Jury sich bei der Gebäudehöhe einigen konnte – obwohl die eingeladene Presse schon vor Ort war.

Auch die Frage, ob es an der Stelle öffentlich geförderte Wohnungen mit günstigerer Miete braucht, sorgte für Unstimmigkeiten. Letztlich klärten sich alle Fragen, in drei Jahren soll das Carré nun fertig sein.