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Sanierte Kölner BühnenVerkauf der Abo-Tickets boomt

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Die sanierten Bühnen am Offenbachplatz.

Die sanierten Bühnen am Offenbachplatz.

Für die nächste Spielzeit 2026/2027 sind acht der zwölf Abo-Kategorien von Oper und Schauspiel ausverkauft. 

Die Nachfrage nach Abonnements für Oper und Schauspiel in den sanierten Häusern am Offenbachplatz ist laut einem Stadtsprecher ungebrochen. Demnach sind für das Schauspielhaus mit seinen bis zu 690 Plätzen alle acht unterschiedlichen Abo-Modelle für die kommende Spielzeit 2026/2027 ausverkauft.

Für das Opernhaus mit 1280 Plätzen sind von acht Abo-Modellen noch in vier Kategorien Restkarten verfügbar. Beispielsweise waren am Mittwochnachmittag noch mehr als hundert „Wochentagsabos“ zu erwerben. Beide Bühnen haben jeweils 2300 Abonnements verkauft.

Eröffnungswoche wird gut angenommen

Laut dem Stadtsprecher entspricht das im Vergleich zur vorherigen Spielzeit 2025/2026 einem Plus von 250 Prozent für die Oper und 60 Prozent für das Schauspielhaus. Damals spielten sie rechtsrheinisch im Staatenhaus (Oper) und Depot (Schauspiel).

Dort waren allerdings jeweils die Kapazitäten kleiner: Das Staatenhaus bot Platz für 780 bis 830 Gäste. Das entspricht zwischen 61 und 65 Prozent der Plätze im sanierten Opernhaus.

Im Depot waren es zwischen 220 und 460 Plätze – im Schauspielhaus sind es je nach Produktion zwischen 520 und 690 Plätze. 

Auch für die ersten sieben Tage nach dem offiziellen Festakt am 24. September läuft der Ticketverkauf gut: Für die Oper sind keine Karten mehr erhältlich, für das Schauspiel und das Kleine Haus nur noch für jeweils eine Veranstaltung. Die Bühnen am Offenbachplatz bestehen aus Oper, Schauspiel, Kinderoper und Kleinem Haus (beide jeweils rund 200 Plätze).

Erklärung vom Intendanten

Wie am 8. Mai berichtet, hatte die Stadt damals den Ticket-Boom mitgeteilt. Kulturdezernent Stefan Charles sagte: „Dieses Vertrauen und diese Begeisterung sind ein starkes Signal – für die Strahlkraft der Oper Köln und für die Bedeutung von Kultur in Köln insgesamt.“

Opernintendant Hein Mulders hatte damals eine Erklärung bei den Abo-Zahlen geliefert: Grundsätzlich spiele das klassische Abonnement nicht mehr eine so große Rolle wie früher. Die Menschen entscheiden sich kurzfristiger, ob sie abends in die Oper gehen wollen, kaufen direkt Karten oder haben ein Wahl-Abo. Deshalb waren im Staatenhaus die Abo-Zahlen relativ niedrig.

Zwar sei, so Mulders, die Deutzer Interimsspielstätte sehr gut angenommen worden, man habe dort auch ein neues Publikum gewinnen können, „aber offenbar gab es noch eine ganze Menge Menschen, die den Sprung über den Rhein nicht geschafft haben“. Dieses Traditionspublikum, das lieber warten wollte, bis sein altes Opernhaus wieder öffnet, scheint nun aber in Scharen an den Offenbachplatz zurückzukehren.