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Tiefgarage am Kölner DomArbeiten werden immer teurer – Generalsanierung wohl nicht vor 2030

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Das Bild zeigt einen Blick in die Tiefgarage aus dem Oktober 2025.

Das Bild zeigt einen Blick in die Tiefgarage im Oktober 2025. 

Die Sicherung der Tiefgarage unter der Domplatte wird teurer. Die Stadt rechnet mit bis zu 6,5 Millionen Euro.

Das Ausbessern der schlimmsten Schäden vor der eigentlichen Generalsanierung der städtischen Tiefgarage unter der Domplatte und dem Roncalliplatz kostet immer mehr Geld: Wie das zuständige Dezernat von Liegenschaftsdezernent William Wolfgramm am Freitag in einer Vorlage dem Hauptausschuss des Rates mitteilte, sind nun bis zu 6,5 statt 4,1 Millionen Euro nötig.

Ob es bei der Summe bleibt, ist völlig offen. Das werden weitere Untersuchungen zeigen. „Gegebenenfalls muss zusätzliches Budget beantragt werden.“ Die 1971 eröffnete Tiefgarage verfügt über bis zu 520 Stellplätze, sofern keine Bereiche wegen Bauarbeiten gesperrt sind. Contipark betreibt die Tiefgarage im Auftrag der Stadt 24 Stunden täglich.

Die Übersicht über die Gebäudeteile der Tiefgarage am Dom.

Die Übersicht über die Gebäudeteile der Tiefgarage am Dom.

Wegen der Schäden am Beton und an Stützpfeilern musste die Stadt im vergangenen Jahr ab August für vier Wochen Teile der Domplatte sperren (wir berichteten). Seither gelten für Domplatte und Roncalliplatz Auflagen, wie viel Last sie tragen dürfen. Für Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen gelten keine Einschränkungen, Fahrzeuge mit einem Gewicht von mehr als 30 Tonnen dürfen die Plätze nicht befahren.

Schäden an Beton und Stützpfeilern – Ausschuss soll Millionen freigeben

Der Hauptausschuss soll am Montag die nötigen Mittel freigeben. Der bisherige Beschluss des Gremiums deckt den Umfang der Arbeiten und die Kosten nicht ab. Erst im April hatte das Dezernat von Wolfgramm die Summe von 4,1 Millionen Euro dem Gremium genannt.  Wie bereits im April begründet das Dezernat die Ausgabe wortgleich: „Die Maßnahmen sind zum Substanzerhalt der Tiefgarage und zur Gefahrenabwehr unverzichtbar und rechtlich verpflichtend als Folge der Betreiberverantwortung.“

Laut der Vorlage wird die fällige Generalsanierung der Tiefgarage vermutlich erst 2030 beginnen. Bis dahin soll ein Monitoring über „maximal“ vier Jahre sicherstellen, dass weitere Probleme mit der Statik rechtzeitig entdeckt werden. Die Überwachung soll insgesamt 70.000 Euro kosten. In der Vergangenheit hatte die Stadt betont, es würden keine Arbeiten doppelt ausgeführt.

Provisorische Stützen sollen Betrieb sichern

Mehrere Gutachten können laut der Vorlage nicht einschätzen, welches Ausmaß die Schäden an tragenden Bauteilen haben – und das könnte sich auf den Tiefgaragenbetrieb auswirken. „Daher wird als Sicherungsmaßnahme und zur Aufrechterhaltung des Tiefgaragenbetriebs (Ein- und Ausfahrt) durch die Maßnahme Tiefgarage Dom kurzfristig eine provisorische Unterstützung der betroffenen Unterzüge geplant und errichtet.“ Laut der Vorlage soll es keine Einschränkungen geben.

Bei 740.000 der 6,5 Millionen Euro ist noch unklar, ob sie benötigt werden. Das hängt an einem Bereich der Tiefgarage. Dort steht noch nicht fest, wie viel ausgebessert werden muss. Die aktuell geschätzten Gesamtkosten könnten sich also auf 5,76 Millionen Euro reduzieren.