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Baustellen und MüllMasterplan Sauberkeit soll Chaos in Kölner City abstellen

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Umleitungsschilder am Kölner Dom.

Umleitungen und Baustellen prägen seit langem das Domumfeld. Die Sauberkeit rund um das Weltkulturerbe lässt zu wünschen übrig.

Mit einem „Masterplan Sauberkeit“ will die Kölner Verwaltung das Erscheinungsbild der Stadt aufpolieren.

Baustellen-Chaos in der Innenstadt, Schmuddelecken und allgegenwärtige Vermüllung: Kölns Erscheinungsbild lässt seit langem zu wünschen übrig - insbesondere rund um den Dom. Nun unternimmt die Stadt einen neuen Anlauf, um die Probleme, mit denen man seit Jahrzehnten kämpft, endlich in den Griff zu kriegen.

Zurzeit wird mithilfe externer Fachleute an einem „Masterplan Sauberkeit“ gefeilt, er soll Anfang nächsten Jahres präsentiert werden. Das Papier soll laut Stadt einen „Maßnahmenkatalog mit konkreten Umsetzungsvorschlägen“ und einer „Auswahl sinnvoller Pilotprojekte“ enthalten, dabei geht es laut Ratsbeschluss sowohl um „kurzfristig umsetzbare Maßnahmen“, als auch „solche, die einer detaillierten Planung bedürfen“.

Verheerender Eindruck

Bei Touristen wie Einheimischen hinterlässt das Stadtbild einen teils verheerenden Eindruck. Nach massiver Kritik von Stadtführern an den Zuständen rund um den Dom hat sich am Dienstag die Stadtspitze mit dem Thema befasst. Wie ein Stadtsprecher auf Anfrage mitteilte, haben Oberbürgermeisterin Henriette Reker und die Beigeordneten dabei „mögliche Maßnahmen zur Verbesserung der Sauberkeit im Allgemeinen und des Erscheinungsbildes der Domumgebung im Speziellen diskutiert“. Die Verwaltung werde nun prüfen, „welche dieser Maßnahmen prioritär und auch langfristig umgesetzt werden können“. Im Anschluss an diese Prüfung werde sich der Verwaltungsvorstand „mit einem integrierten Maßnahmenpaket befassen“.

Welche konkreten Ideen und Konzepte geplant sind, ließ der Sprecher offen. „Wir wollen, dass Köln sauberer wird“, betont der ordnungspolitische Sprecher der Grünen, Manfred Richter. Er hoffe, dass die Verwaltung jetzt schnell Vorschläge für kurzfristige Verbesserungen auf den Tisch lege. Drei Punkte seien wichtig: „Wir müssen in der Innenstadt die Reinigungsintervalle nochmals erhöhen, sprich, die AWB mit mehr Leistungen beauftragen. Außerdem müssen die Baustellen besser koordiniert werden. Und wir wollen die Bevölkerung stärker für das Thema Sauberkeit sensibilisieren.“

Mehrmals täglich reinigen

Ein dezenter Hinweis auf das täglich in Köln zu beobachtende Verhalten einiger Zeitgenossen, die von der Zigarettenkippe bis zur Fastfood-Verpackung alles einfach an Ort und Stelle fallen lassen. In bestimmten Bereichen müsse mehrmals täglich gereinigt werden, so Richter. Auch mehr Streifen des Ordnungsdienstes seien ein möglicher Baustein für ein besseres Erscheinungsbild.

„Wir begrüßen es sehr, dass die OB das Thema Sauberkeit jetzt zur Chefinnen-Sache gemacht hat und die westliche Altstadt und das Domumfeld mehr Aufmerksamkeit erhalten“, sagte CDU-Fraktionschef Bernd Petelkau. Das Bündnis habe deutlich mehr Geld für Reinigungen bereitgestellt, nun gelte es, die Angebote zu optimieren und besser zu verzahnen. Die jetzt kurzfristig geplanten Maßnahmen würden im Vorgriff auf den Masterplan erfolgen.

Noch bis Ende dieser Woche läuft die Öffentlichkeitsbeteiligung zum Masterplan Sauberkeit. Am Mittwoch, 9. August, informieren Vertreter der Stadt darüber von 10 bis 12 Uhr auf dem Wilhelmplatz in Nippes, von 14 bis 16 Uhr auf dem Chlodwigplatz in der Südstadt und von 17 bis 19 Uhr auf der Deutzer Freiheit.