Binnen eines halben Jahres stiegen die Herstellkosten bei den Bühnen Köln um 16 Millionen Euro. Doch bis Jahresende wird noch mit deutlicheren Anstiegen gerechnet.
Bühnen-Sanierung in KölnAuch weiterhin wird mit Kostensteigerungen gerechnet

Die Kölner Oper bleibt ein Dauerthema in Köln
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Eine Steigerung der Baukosten von „nur“ 700 000 Euro im Monat Oktober wirkt anhand der aktuellen Kostenentwicklung im Bausektor auf den ersten Blick wie ein Teilerfolg für die Sanierung der Bühnen.
Allerdings sehen die Verantwortlichen um den Technischen Betriebsleiter Bernd Streitberger darin „einen Einmaleffekt und keine Trendwende“. Die Baukosten sind nur einer von mehreren Gründen, warum die lange Geschichte der Generalinstandsetzung weiter spannend bleibt.
Baupreise steigen weiter an
Die Herstellkosten bleiben allerdings das prägnante Thema. Eine bessere Übersicht offenbart sich im aktuellen Halbjahresbericht von Bernd Streitberger: So habe der Zwischenstand Ende März noch bei 620 Millionen Euro gelegen. Mittlerweile sind es 636 Millionen – exklusive aller Risiken. „Eine Steigerung von 16 Millionen innerhalb von sechs Monaten trotz unveränderter Intensität des Baubetriebs“, schildert Streitberger, der an anderer Stelle zu Bedenken gibt: „Die weiterhin grassierende Inflation im Bausektor und der intensive Baubetrieb am Offenbachplatz deuten darauf hin, dass wir bis zum Jahresende weiterhin mit Kostensteigerungen zu rechnen haben.“
Die aktualisierte Kostenprognose soll bis Ende des Jahres stehen. Dabei bleibt abzuwarten, wie sich die Kosten entwickeln. Die Verträge mit den Firmen sollen alle indexiert werden, also an die vom Statistischen Bundesamt ermittelte Inflationsrate für das Baugewerbe gebunden werden – kein vereinbarter Fixpreis, sondern einer, der sich anpasst. Und die Entwicklung der Baupreise zeigt schon immer nur in eine Richtung: aufwärts.
Streitberger berichtet zudem davon, dass auch im vergangenen Halbjahr weitere unvorhergesehene, zusätzliche Aufgaben entdeckt wurden. Was genau erklärt er nicht. Das sorge für Kostensteigerungen, aber auch mehr Arbeit. Termin für die Schlüsselübergabe bleibt der 22. März 2024. Ein klares Zeichen für diesen Termin: Die Planungen für den Umzug der Sparten zurück in die Innenstadt starten. Es gebe Besprechungen zur Büroverteilung und mehr. Mehr als 600 Mitarbeiter sollen bis März 2024 zurück an den Offenbachplatz ziehen. Streitberger nennt es: „Ein Großprojekt im Großprojekt.“ (rom)

