Jahrmarkt in KölnViele Besucher auf Deutzer Kirmes – eine Attraktion ist der Hingucker

Lesezeit 3 Minuten
Der Tower ist weithin sichtbar.

Der Tower ist weithin sichtbar.

Die Deutzer Kirmes zieht am ersten Wochenende viele Besucher an. „Jules Verne Tower“ ist dabei der Hingucker.

Weithin sichtbar und futuristisch: Der spektakuläre Hingucker der Osterkirmes 2024 auf der Deutzer Werft ist der „Jules Verne Tower“ mit einer Gesamthöhe von 80 Metern. Der Aufzug zieht den Fahrgast-Stern mit einer Geschwindigkeit von zwei Metern pro Sekunde an die Spitze des Turms. Die Reisegeschwindigkeit des Kettenkarussells beträgt nach Angaben des Schaustellers bis zu 65 km/h. Mitfahren darf man ab sechs Jahren und 110 cm Körpergröße. Optisch greift der Tower die Science-Fiction Visionen des Schriftstellers Jules-Gabriel Verne auf. Blickfang sind der beleuchtete Heißluftballon an der Turmspitze sowie die LED-Blitzlichter in den Rücken der Gondelsitze.

Bei den zumeist jungen Gästen kommt die Fahrt im Kettenkarussell in schwindelerregender Höhe rund um den Tower gut an. „Das war schon eine tolle Aussicht in 80 Metern Höhe. Von mir aus hätte sich das Karussell aber noch etwas schneller drehen können“, meint der 17-jährige Mark. Auch der ein Jahr jüngere Shayin ist begeistert: „Das war ein echt cooler Trip. Die fünf Minuten für sieben Euro fand ich aber zu teuer.“

Wenige Meter weiter, unter dem 48 Meter hohen neuen Riesenrad, eröffnete Wilfried Hoffmann am Karsamstag den traditionellen Rummel auf der der Deutzer Werft. „Die Kirmes soll ein Volksfest für ganz Köln sein“, betonte Hoffmann, der die Kirmes erstmals ausrichtet. Während man in den verglasten Gondeln des neuen Riesenrads ganz entspannt die Aussicht auf den Dom und die Altstadt genießen kann, geht es im offenen Looper „The King“ nahe der Deutzer Brücke rasant und wild zur Sache bis hin zum Fahren kopfüber. „Das war der absolute Adrenalinkick. Müssen wir gleich noch mal rein“, schwärmt die 14-jährige Zeynep. Dem kann Freundin Marga nur zustimmen. „Echt krass. Härtet ab, aber die Beine tun mir schon ein bisschen weh.“

Unweit der Severinsbrücke sind Gruseln und Lachen Nachbarn. Über dem Geistercoaster „Spuk“ kreist eine Hexe, darunter baumelt ein Skelett und im blutroten Wasser des Brunnens liegt ein Gerippe. Zaubertreppe, Super-Rutsche und Labyrinth des „XXL-Lachhauses“ versprechen Spaß für die ganze Familie. Auch für nostalgische Kirmesmomente ist gesorgt: An einer Schießbude kann man seine Treffsicherheit an Tonhasen am laufenden Band und künstlichen Rosen testen und bei einer Wurfbude Pyramiden aus Dosen zum Einsturz bringen. Die Kleinen können mithilfe von Magnetangeln munter vorbei schwimmende gelbe Enten aus dem Wasser ziehen.

Der neue Ausrichter setzt sichtbar verstärkt auf Sicherheit. Das gesamte Gelände wird, wie berichtet, von zehn Türmen aus videoüberwacht. Am Tag der Eröffnung bestreiften Polizisten und Mitarbeiter des Ordnungsamtes und einer Security-Firma die Kirmesmeile. Die Malteser hatten ihren neuen Erste-Hilfe-Container in zentraler Lage positioniert.

Geöffnet ist die Kirmes bis Sonntag, 7. April. Dienstag bis Donnerstag von 12 bis 21.30 Uhr, Freitag und Samstag von 12 bis 22 Uhr und Sonntag von 11 bis 21.30 Uhr. Am Sonntagabend gibt es ab 20.30 Uhr ein Feuerwerk.

Rundschau abonnieren