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Großbauprojekt Deutzer HafenFirmen versprechen 85 geförderte Wohnungen mit „gebundener“ Miete

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So sieht der Siegerentwurf der Kölner JSWD Architekten für die Bebauung des ersten Blocks im Deutzer Hafen aus.

So sieht der Siegerentwurf der Kölner JSWD Architekten für die Bebauung des ersten Blocks im Deutzer Hafen aus. 

Die Kölner Wohnungsgenossenschaft und der Erbbauverein Köln entwickeln mit einem Privatinvestor ein Areal mit 326 Wohnungen im Deutzer Hafen. 

Für das Stadtentwicklungs-Großvorhaben Deutzer Hafen ist ein weiteres Puzzlestück im Entstehen begriffen – und auch öffentlich geförderte Wohnungen sollen entstehen. Diese hatte der Stadtrat zuvor als Bedingung.

Für das Neubauprojekt auf dem rund 6178 Quadratmeter großen Grundstück am Poller Kirchweg haben die drei Projektpartner Kölner Wohnungsgenossenschaft, Erbbauverein Köln und Kreer Development den Kaufvertrag unterzeichnet. Das hat das Trio mitgeteilt. 

Wandel vom Industriestandort zum Wohnviertel

Auf dem Areal ist ein gemischt genutztes Quartier mit insgesamt 326 Wohnungen geplant, dazu kommen eine vierzügige Kindertagesstätte, Gewerbeflächen und eine gemeinsame Tiefgarage. Ein Generalunternehmer für Planung und Bau leistet die komplette Realisierung des Bauvorhabens.

Früher hat im Deutzer Hafen die Firma Goodmills in der Ellmühle Weizen und Roggen gemahlen, sie hat mittlerweile Köln verlassen. Nun ist der Deutzer Hafen eines der größten Neubaugebiete Kölns: Nach dem Umbau vom Industrie- zum Wohn- und Arbeitsviertel sollen dort später einmal rund 6900 Menschen wohnen und 6000 Arbeitsplätze entstehen. Der Zeitplan sieht eine Fertigstellung Mitte der 2030-Jahre vor. 

85 öffentlich geförderte Wohnungen

Im Einzelnen baut die Kölner Wohnungsgenossenschaft ein Objekt mit 78 Genossenschaftswohnungen, wovon 48 öffentlich gefördert sein werden, sowie die Kita mit rund 866 Quadratmetern Fläche. Der Erbbauverein Köln, ebenfalls eine Wohnungsbau-Genossenschaft, errichtet weitere 73 Wohnungen, davon 37 öffentlich gefördert.

Komplettiert wird das Ensemble durch das voraussichtlich elfstöckige Hochhaus der Kreer Development GmbH, das 175 Wohnungen sowie Gewerbeflächen im Erdgeschoss und dem ersten Obergeschoss beherbergen wird. 

Miete ist gebunden an festgelegte Höhe

Das heißt: 85 der 326 Wohnungen sind mit öffentlichem Geld gefördert, das entspricht rund 26 Prozent. Allerdings: Laut Kooperativem Baulandmodell der Stadt Köln richten sich die 30 Prozent nicht nach der Anzahl der Wohnungen, sondern nach der Gesamtfläche des Wohnungsbaus. 

Im Gegenzug für die Darlehen durch die öffentliche Hand ist die Miete für einen bestimmten Zeitraum „gebunden“, meist 25 bis 30 Jahre. Derzeit beträgt die Miete zwischen bis zu 7,85 und 9 Euro je Quadratmeter. Ein Vorteil für Bauherren: Die öffentliche Hand erlässt bis zu 40 Prozent des Grunddarlehens. 

Christoph Moossen und Rainer Burkhardt, Vorstände der Kölner Wohnungsgenossenschaft eG, sowie Christian von Engel und Marc Mendelsohn, Vorstände der Erbbauverein Köln eG sind sich einig: „Der Deutzer Hafen bietet die Chance, bezahlbaren Wohnraum, soziale Infrastruktur und nachhaltige Stadtentwicklung miteinander zu verbinden.“

Neben dem nun spruchreifen Hafenprojekt ist die Kölner Wohnungsgenossenschaft mit Sitz in Weidenpesch auf dem Simonskaul-Neubauquartier ebenfalls in Weidenpesch, an der Ursulastraße im Eigelsteinveedel und am Tor 2 auf dem Nippeser Clouth-Areal aktiv, wo allesamt ebenfalls neue Wohnungen entstehen.