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Jubiläum„Galerie im Malerwinkel“ ist seit 40 Jahren ein Ort der Kultur im Rheinpark

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Die Galerie im Deutzer Rheinpark. Im Eingang stehen Volkmar Schrader, die 2. Vorsitzende Marie-Luise Flohr, die 1. Vorsitzende Ulrike Radermacher und Wolfgang Schieffer.

Freude über das Jubiläum: Volkmar Schrader, die 2. Vorsitzende Marie-Luise Flohr, die 1. Vorsitzende Ulrike Radermacher und Wolfgang Schieffer.

1986 übernahm der Kölner-Maler-Kreis einen ehemaligen Pavillon der Bundesgartenschau 1971 im Deutzer Rheinpark. Nun feiert die „Galerie im Malerwinkel“ Jubiläum.

Ihre „Galerie im Malerwinkel“ am Rande des Rheinparks, die der Kölner-Maler-Kreis über 40 Jahre aufgebaut und mit Leben gefüllt hat, möchten die Vereinsmitglieder nicht mehr missen. „Es ist wirklich ein Kleinod“, lobt die erste Vorsitzende Ulrike Radermacher. „Manche Leute sind immer noch verwundert, wenn sie die Galerie neu entdecken. Und die Begegnungen, die wir hier haben, sind einfach toll.“

„Wenn hier offen ist, kommen wir immer gerne vorbei“, erzählen zwei Männer, die mit dem Fahrrad zur Jubiläumsausstellung angereist sind, die noch bis 23. August zu sehen ist und mit einem großen Fest beschließt. „Wir machen seit unserer Pensionierung regelmäßig Radtouren und sagen uns: Lass uns mal wieder in den Malerwinkel.“ Laufend treffen neue Gäste ein, die sich in den Galerieräumen umschauen. Dort sind eine kleine Auswahl an Motiven der Mitglieder zu sehen, die sehr oft Perspektiven aus dem Rheinpark darstellen, sowie Infotafeln zum 40-jährigen Bestehen der Galerie. 

Eine Impression aus dem Rheinpark, vom Park-Café aus gesehen.

Eine Impression aus dem Rheinpark, vom Park-Café aus gesehen.

Aus Künstlerstammtisch heraus entstanden

Gerade Kunst, auf die man im Vorbeigehen treffe, unerwartet und außerhalb von Museen, übe einen besonderen Reiz aus, so Radermacher. „Sogar die Tiere, die hier regelmäßig hinkommen, kenne ich mittlerweile“, ergänzt schmunzelnd Vereinsmitglied Wolfgang Schieffer, der „Waldmaler“ aus Niehl, der häufig mit Naturmaterialien arbeitet. Das sind sowohl die Hunde der Stamm-Galeriegäste, als auch die Wildtiere aus dem Park, die regelmäßig vorbeischnuppern. Sein bemalter Baumstamm vor dem Eingang der Galerie ist ein bekannter Blickfang. 

Im Jahre 1978 war die Kunstgruppe aus einem Stammtisch in der Künstlerkneipe „Kleine Glocke“ am Opern- und Schauspielhaus heraus entstanden. Seit 1985 ist der Kölner-Maler-Kreis ein eingetragener Verein. Ein Jahr später mietete er das ehemalige, denkmalgeschützte „Floratorfhaus“ – einen Info-Pavillon zur Bundesgartenschau 1971 des damaligen Torfstreuverbands, heute das Unternehmen Floragard. Damit ist der Maler-Kreis nun seit 40 Jahren im Deutzer Rheinpark vertreten. Ein großer Einschnitt war der Brand im Jahr 2015, der das ursprüngliche Gebäude zerstörte. Doch nur zwei Jahre später feierte der wieder aufgebaute Pavillon seine Neueröffnung. In der Interimszeit hatte sich der Verein derweil nicht hängen lassen und verlagerte seine Ausstellungen nach draußen.

Ein Bild von Wolfgang Schieffer aus der Jubiläumsschau zeigt den Rheinpark in harmonischer Abendstimmung.

Ein Bild von Wolfgang Schieffer aus der Jubiläumsschau zeigt den Rheinpark in harmonischer Abendstimmung.

41 Mitglieder aus acht Nationen – 5000 Gäste im Jahr 2025

Der Verein, der 41 Personen aus acht Nationen umfasst – neben Deutschland sind Mitglieder aus Frankreich, Italien, dem Iran, Syrien, China, den Philippinen und Peru vertreten –, organisiert zu Beginn und Ende der sechsmonatigen Saison im April und Oktober große Gemeinschaftsausstellungen; dazwischen sind im Zwei-Wochen-Rhythmus kleine Kunstschauen von zwei oder drei Mitgliedern zu sehen. „Im Vorjahr verzeichneten wir insgesamt rund 5000 Gäste, 750 Personen mehr als 2024“, so Radermacher.

Jährlich ist der Maler-Kreis außerdem mit einer Ausstellung im Foyer des Bezirksrathauses Nippes präsent, wie auch diesen Herbst. Im Vorjahr zeigten sie ihre Werke zudem im Bezirksrathaus Porz und im KfH-Nierenzentrum. Außerhalb des Galerie-Betriebs pflegen die Kunstfreunde eine gute Gemeinschaft mit Sommerfesten, gemeinsamen Museumsbesuchen und dem nach wie vor monatlich stattfindenden Stammtisch. Auch das Verhältnis zum Team des Rheinparks sei sehr herzlich. „Wir sind sehr froh, dass die Stadt uns die Galerie ermöglicht, und sind besonders dankbar für den schnellen Wiederaufbau.“ Das einzige, was sich die Mitglieder wünschen, wären feste Hinweisschilder im Rheinpark, die den Weg zur Galerie weisen. Derzeit behilft sich die Gruppe mit mobilen Aufstellern, die sie im Park verteilt.