Drei VerletzteDachstuhl in der Lützowstraße komplett ausgebrannt

Mit vier Löschzügen rückte die Feuerwehr an.
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Köln – Vier Stunden hat ein Großaufgebot der Feuerwehr am Mittwoch benötigt, um einen Dachstuhlbrand in der Lützowstraße im Belgischen Viertel zu löschen. Gegen 3.30 Uhr waren mehrere Notrufe eingegangen, schon auf der Anfahrt sei der Feuerschein weit sichtbar gewesen, so die Feuerwehr. Alle Bewohner des sechsstöckigen Hauses konnten sich eigenständig in Sicherheit bringen, viele von ihnen wurden in einem Rettungsbus betreut. Bei den Löscharbeiten erlitten drei Feuerwehrmänner leichte Verletzungen und mussten ambulant behandelt werden.
Weil sich das Feuer auf ein Nachbarhaus ausweitete, rückten insgesamt vier Löschzüge an. „Wir mussten das Dach öffnen und den gesamten Innenausbau der Dachgeschosswohnung abbrechen, um an die Glutnester zu gelangen“, sagte Feuerwehr-Sprecher Frank Peters. Insgesamt benötigten die Retter 30 Pressluftatmer. Dabei verletzte sich ein Retter an der Hand, ein anderer knickte um. Insgesamt setzte die Feuerwehr 80 Retter aus sechs Wachen ein, bei der Brandbekämpfung wurden zwei Drehleitern eingesetzt.
Das Haus wurde so stark durch Flammen und Rauch beschädigt, dass es nicht mehr bewohnbar ist. Noch in der Nacht organisierten die Wohnungsversorgungsbetriebe die Unterbringung einiger Bewohner in einem städtischen Gebäude. Gemeinsam mit den Rettern durften die Bewohner nach Abschluss der Löscharbeiten noch ihr wichtigstes Hab und Gut aus den Wohnungen holen. Das Nachbarhaus wurde laut Feuerwehr ebenfalls am Dach beschädigt, ist aber weiter bewohnbar. (tho)
