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Gegen DiskriminierungFarbenfroher Protest auf dem Kölner Roncalliplatz

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idahobit

Regenbogenflaggen wehten bei dem „Idahobit“ im Wind auf dem Roncalliplatz.

„Ihr könnt kommen und sie wieder abfackeln, dann kommen wir und hängen eine neue auf“, ruft Hugo Winkels, der Vorsitzende des Klust (Kölner Lesben- und Schwulentag) den Menschen zu, die am Montag zum „Idahobit“ - dem internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transfeindlichkeit auf den Roncalliplatz gekommen war. Winkels meint eine Regenboggenflagge. Die katholische Kirche verbietet es, homosexuelle Paare zu segnen. Als ein Zeichen des Protests dagegen hatten einige Kirchen die bunten Fahnen, die für eine vielfältige Lebensweise stehen, gehisst. Die Flagge an der Kirche Christi Auferstehung war später von Unbekannten angezündet worden. Nun hat die Gemeinde eine neue Fahne: Beim „Idahobit“ wurde sie dem Gemeinderatsvorsitzende Christoph Bouillon überreicht.

Knapp hundert Menschen hatten sich auf dem Roncalliplatz versammelt. Die ehemalige Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes sagte, es sei gerade heute wichtig, ein Zeichen gegen Diskriminierung zu setzten. Zum „Idahobit“ werden jedes Jahr Forderungen gestellt, die helfen sollen, Feindlichkeit gegen etwa homosexuelle Paare abzubauen. Ein konkreter Ansatz ist zum Beispiel die Finanzierung der Antidiskriminierungs- und Aufklärungsarbeit an Schulen. In diesem Jahr wurde zusätzlich auf die Probleme in der katholischen Kirche mit Homosexuellen geschaut. Außerdem spielte die Internationalität eine Rolle. Auch mit Nachbarländern wie Polen soll über zunehmende Diskriminierung gesprochen werden .