Ein 64-Jähriger hat eine Geldstrafe nach einem tödlichen Unfall auf der Kalker Hauptstraße bekommen.
Unfall in Köln64-Jähriger schuldig wegen fahrlässiger Tötung

Ein 64-Jähriger musste sich wegen fahrlässiger Tötung vor Gericht verantworten.
Copyright: dpa
Wegen fahrlässiger Tötung hat das Amtsgericht am Montag einen 64-Jährigen schuldig gesprochen. Das Gericht verhängte eine Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu je 30 Euro. Nach Überzeugung des Gerichts hatte der Mann am 26. September 2024 gegen 19.30 Uhr auf der Kalker Hauptstraße einen 83 Jahre alten Senior übersehen, angefahren und tödlich verletzt. Zwar konnte das Unfallopfer noch in ein Krankenhaus gebracht und behandelt werden. Knapp vier Wochen später erlag der Mann Ende Oktober aber seinen schweren Kopfverletzungen.
Laut Anklage der Staatsanwaltschaft war der 64-Jährige am Abend des Tattags mit seinem Toyota auf der Kalker Hauptstraße unterwegs und bewegte sich in Richtung Olpener Straße. Auf Höhe der Vietorstraße habe der 83-Jährige die Kalker Hauptstraße vom linken Fahrbahnrand aus überqueren wollen. Hierbei habe er keinen Fußgängerüberweg oder Zebrastreifen genutzt.
Der Senior sei von dem Toyota des Angeklagten mit dem rechten Frontbereich erfasst und auf die Straße geschleudert worden. Die Anklage fußte auf dem Gutachten eines Verkehrs- und Unfallsachverständigen. Dieser war nach einer Unfallrekonstruktion zu dem Schluss gekommen, dass der Angeklagte den Senior vier Sekunden lang hätte sehen können — eigentlich genügend Zeit für eine entsprechende Reaktion. Doch die blieb aus und es kam zum dem Unfall, der aus Sicht des Unfallsachverständigen klar hätte vermieden werden können.
