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Gebündelter ProtestJugendvereine machen gegen Kürzungen mobil

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Das Theater- und Zirkuspädagogische Zentrum „Latibul“ ist eine der größten kulturpädagogischen Facheinrichtungen in Köln und in NRW mit bundesweiter Ausstrahlung. Ihr 45-jähriges Bestehen feierte die Einrichtung im Mai dieses Jahres.

Das Theater- und Zirkuspädagogische Zentrum „Latibul“ ist eine der größten kulturpädagogischen Facheinrichtungen in Köln und in NRW mit bundesweiter Ausstrahlung. Ihr 45-jähriges Bestehen feierte die Einrichtung im Mai dieses Jahres.

Elf jugendpädagogische Einrichtungen haben eine Petition gegen die drohenden Einschnitte gestartet. Schon 24.000 haben unterschrieben.

„Für das soziale und kulturelle Miteinander in Köln ist eine starke kulturpädagogische Basis von zentraler Bedeutung“, schreiben die elf von den städtischen Etat-Einschnitten bedrohten Einrichtungen in ihrer Petition, die sich persönlich an den Kölner OB Torsten Burmester richtet. Rund 50.000 Kinder und Jugendliche im Stadtgebiet erreiche man jährlich mit ihren Veranstaltungen und Kursen. „Die Angebote wirken präventiv, stärken den gesellschaftlichen Zusammenhalt und senken so die sozialen Folgekosten erheblich.“ Sollten die Kürzungen, die je nach Einrichtung zwischen 25 und 50 Prozent ihrer Strukturförderung ausmachten, tatsächlich beschlossen werden, sei dies existenzbedrohend für die Träger.

Elf Jugendeinrichtungen protestieren gegen Haushaltskürzungen

Im bislang größten gemeinsamen Protest gegen die städtischen Haushaltspläne, die große Einschnitte bei den freiwilligen Leistungen vorsehen, haben sich elf jugendpädagogische Einrichtungen aus dem gesamten Stadtgebiet zusammengeschlossen. Dazu gehören das jfc-Medienzentrum, die Kölner Spielewerkstatt, der Malraum aus Nippes, das Theater- und Zirkuspädagogische Zentrum „Latibul“ mit Standorten in Riehl und dem Belgischen Viertel und der Kultur-Bildungsverein „MuKuTaThe“ für Musik, Kultur, Tanz und Theater. Außerdem die Offene Jazzhausschule aus der City, der Kölner Spielecircus mit Sitz in Vogelsang, die Jugendkunstschule Rodenkirchen sowie „Roots & Routes“ aus Zollstock, daneben das „Theater ImPuls“ in Porz. Ihre gemeinsame Petition auf dem Portal „change.org“ haben zur Stunde bereits mehr als 24.000 Personen mitgezeichnet.

Jugendliche brauchen mehr Unterstützung und geschützte Räume

Wie die Vereine weiter argumentieren, steige die Zahl der jungen Menschen mit psychischen Belastungen auch Jahre nach der Corona-Pandemie weiter; Jugendkriminalität bleibe eine Herausforderung und viele junge Menschen berichteten von Einsamkeit sowie Verunsicherung durch Social-Media-Angebote. „Vor diesem Hintergrund gewinnen verlässliche Anlaufstellen, gezielte Ansprache für Jugendliche mit eingeschränkten Teilhabechancen und geschützte Repräsentationsräume stark an Bedeutung. Sie stärken die Resilienz, fördern das demokratische Miteinander und schaffen Orientierung.“ Bereits mit der derzeitigen Finanzierung könne man den Bedarf nicht decken und agiere – auch aufgrund steigender Honorarkosten und Preise – am Rande des noch Möglichen.

Zudem verweisen die Einrichtungen darauf, dass sie in der aktuellen Förderstruktur jährlich mehr als drei Millionen Euro zusätzliche Mittel einwerben; jeder städtisch investierte Euro bringe sieben Euro zusätzlich nach Köln. Daher brächten die Kürzungen keine echte Einsparung. „Die über eine lange Zeit aufgebauten Strukturen in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen müssen daher in der aktuellen gesellschaftlichen Lage geschützt und gesichert werden“, appellieren die Träger. „Nehmen Sie die Kürzung bei den kulturpädagogischen Facheinrichtungen zurück, bevor der Rat über den Haushalt abstimmt.“


https://www.change.org/Kürzungen_Kulturpädagogik