Kommentar zur Situation auf der Hohe StraßeRaus aus dem Tief

Ein Blick auf die Hohe Straße.
Copyright: Thomas Banneyer
- Auf der Hohe Straße gibt es mehr und mehr sichtbare Veränderungen.
- Vorbilder sind bei der Neugestaltung der Straße die Flaniermeilen in Paris und London.
- Ein Kommentar.
Köln – Die Hohe Straße ist ein schwieriges Pflaster. Früher die unbestrittene Flaniermeile, danach vom Abstieg gezeichnet. Aber das Tief scheint überwunden, es gibt viele Lichtblicke. Neue Läden siedeln sich an, sie trauen sich die Hohe Straße zu.
Ein Lebensmittelhändler zum Beispiel, der nur Käse verkauft. Im vergangenen Jahr eröffnete mit Maisons du Monde ein französisches Möbelhaus. Wo vor Jahren eine Apotheke zumachte, gibt es einen Eigentümerwechsel, prompt wird renoviert. Die Beteiligten sitzen in einem neuen Arbeitskreis zusammen und suchen nach Lösungen für die Probleme der Hohe Straße. Sie wollen gemeinsam die Aufenthaltsqualität verbessern. So kann es endlich gelingen – wenn nicht jeder nur für sich arbeitet, sondern alle das Ziel im Blick behalten. Beim Reden darf es dabei nicht bleiben, es muss auch gehandelt werden.
Denn noch zeigen sich die Baustellen deutlich: Die echte am Dom Carré, wo hinter Plastikplanen das Dom Hotel neu gebaut wird. Es wird dauern, bis Köln hier wieder richtig glänzen kann. Und dann sind da die Interimsmieter mit Billigwaren. Hier sind die Eigentümer in der Pflicht – nur in eine schöne Immobilie zieht ein attraktiver Händler ein.
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