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NRW-Kulturministerin gratuliertJugendliche verbreiten ihre Leidenschaft für Musik an Schulen

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Mit Stolz starten die Schülerinnen und Schüler in ihre neue Aufgabe. NRW-Kulturministerin Ina Brandes überreichte ihnen die Zertifikate.

Mit Stolz starten die Schülerinnen und Schüler in ihre neue Aufgabe. NRW-Kulturministerin Ina Brandes überreichte ihnen die Zertifikate in Köln. 

Mit ihrer Mentoren-Ausbildung können die Schülerinnen und Schüler nun musikpädagogische Formate anleiten. 

Mit einer Gesangseinlage schreiten die zukünftigen Mentorinnen und Mentoren auf die Bühne. NRW-Kulturministerin Ina Brandes ist angereist, um ihnen ihre Zertifikate zu überreichen. Mit strahlendem Ausdruck und unter tosendem Applaus nehmen sie diese entgegen. Die insgesamt 60 Schülerinnen und Schüler zwischen 11 und 18 Jahren schlossen eine Ausbildung ab und können nun bestimmte musikpädagogische Formate anleiten. Möglich wird das durch das landesweite Kooperationsmodell EMSA (Eine Musikschule für Alle).

Anlass für die feierliche Zeremonie war die EMSA-Fachtagung an der Kölner Hochschule für Musik und Tanz (HfMT), wo das Kooperationsmodell seinen Sitz hat. Aus 26 Städten kamen die Schülerinnen und Schüler in den Kammermusiksaal der Schule. Auch vier Teams aus Köln, unter anderem bestehend aus der Heliosschule und der Rheinischen Musikschule, waren anwesend. 

Das Modell EMSA wurde vor zehn Jahren ins Leben gerufen und bringt weiterführende Schulen mit Musikschulen zusammen, um möglichst vielen jungen Menschen Lust auf das Musizieren zu machen. Die Arbeit beginnt mit der Aufstellung eines Tandems aus Lehrkräften von zwei Schulen, die dann eine Partnerschaft eingehen und zusammen musikalische Lernangebote entwickeln. Diese werden entweder in den Unterricht integriert oder finden außerhalb des Stundenplans statt. Das Repertoire reicht von kurzen, gemeinsamen Musik-Impulsen zwischen den Schulstunden bis zu umfangreichen Schülerkonzerten.

Die frisch gebackenen Mentorinnen und Mentoren können diese Formate nun leiten. Das soll nicht nur eine individuelle Förderung auf Augenhöhe ermöglichen, sondern auch dem Lehrkräftemangel entgegenwirken. Im Fall einer Mentorin aus einer zehnten Klasse hat das offenbar auch nachhaltig Erfolg. Sie verkündete auf der Bühne, dass sie sich nach ihrer bisherigen Zeit im EMSA-Programm sicher sei, Musik auf Lehramt studieren zu wollen. Ministerin Brandes hebt die Notwendigkeit des EMSA-Vorhabens bei ihrer Rede hervor. Die Aktion würde „Lücken schließen, die sonst nicht geschlossen werden könnten“.