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Stadt begründet MaßnahmeZwei alte Robinien an Haltestelle Ubierring in der Südstadt gefällt

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Baumscheiben an der Haltestelle Ubierring in der Südstadt.

An der Haltestelle Ubierring ließ die Stadt zwei alte Robinien fällen.

Zwei Bäume an der Ecke Ubierring/Alteburger Straße sind gefällt worden. Ein Anwohner wundert sich über die Entscheidung angesichts der zunehmenden Hitze.

Mit Erschrecken entdeckte Gunter Christ Anfang August, dass an der Haltestelle Ubierring an der Ecke Ubierring/Alteburger Straße zwei alte Bäume gefällt worden waren. „Es waren dicke und große Bäume. Falls es die Stadt Köln selbst war, halte ich es für einen Skandal, mitten in der schlimmsten Hitzewelle mit täglichen Hitzetoten alte Bäume zu töten, statt sie zu pflegen“, sagt er.

Tatsächlich hatte die Stadt die beiden Robinien Ende Juli fällen lassen – allerdings aus gutem Grund, wie sie auf Nachfrage dieser Zeitung erklärt. Bei der letzten Kontrolle sei zunächst noch vorgesehen gewesen, die Robinien einzukürzen und so verkehrssicher zu erhalten. Bei einer anschließenden gemeinsamen Begutachtung mit der beauftragten Fachfirma seien jedoch erhebliche Schäden an beiden Bäumen festgestellt worden.

Risiko für Verkehrssicherheit

„Ein Baum wies eine bereits eingerissene Astanbindung auf, wodurch die Gefahr eines Kronenbruchs bestand. Der zweite Baum zeigte eine deutlich eingeschränkte Vitalität sowie einen ausgeprägten Schiefstand im Bereich eines stark frequentierten Verkehrsübergangs. Aufgrund der festgestellten Mängel und der daraus resultierenden Risiken für die Verkehrssicherheit wurde die Entnahme beider Bäume als notwendig eingestuft“, teilt eine Stadtsprecherin mit.

Schon in der Vergangenheit sind einige der ursprünglich 20 Bäume in dem Bereich gefällt worden. „Gründe für die vorausgegangenen Fällungen waren unter anderem Fäule im Wurzelbereich, starke Abgängigkeit sowie Wurzelversagen“, so die Stadtsprecherin. Einmal kippte ein Baum aufgrund von Wurzelfäule sogar um.

Für die gefällten Robinien soll es Ersatzpflanzungen geben. Derzeit sucht die Stadt nach geeigneten Standorten. An den bisherigen Standorten sei dies nicht möglich, weil sie sich in unmittelbarer Nähe zu den Gleisen der Stadtbahn befänden und keine ausreichenden Entwicklungsmöglichkeiten für eine nachhaltige Nachpflanzung aufwiesen, informiert die Stadtsprecherin.

Dass die Verkehrssicherheit bei der Entscheidung eine wichtige Rolle spielt, werden sicher auch kritische Bürger nachvollziehen. Christ ist aber auch überzeugt, dass sich angesichts der zunehmenden Hitze und der vielen Hitzetoten in diesem Jahr in Deutschland dringend etwas ändern müsse, unter anderem auch der Umgang mit Bäumen. „Ich habe vor einigen Wochen gesehen, wie ein Trupp Arbeiter an der Straßenbahnhaltestelle Ubierring das wenige Grün, das dort zwischen den Bodenplatten herauswuchs, hingebungsvoll beseitigte, anstatt verdurstende Bäume zu wässern. (…) Jeder Baum sollte uns heilig sein“, sagt Christ.