Die Kampagnen „Orange Days“ und „Reden kann retten“ starten am Aktionstag, Dienstag, 25. November. Stadt und KVB möchten auf häusliche Gewalt aufmerksam machen.
Orange DaysSo gehen Stadt und KVB gegen Gewalt an Frauen vor

Gegen Gewalt: Gudrun Meyer (KVB, l.), Christiane Lehmann (Handwerkerinnen-Haus) und Julia Pedersen, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt.
Copyright: Costa Belibasakis
Wer in den nächsten Monaten durch die Stadt läuft und eine Pause einlegen möchte, könnte auf eine auffallend orange Bank, mit der Aufschrift „Kein Platz für Gewalt gegen Frauen – nicht im ÖPNV und nirgendwo“, stoßen. Zudem fährt eine Bahn mit dem Aufdruck „Köln gegen patriarchale Gewalt“ durch die Stadt.
Beide Aktionen wurden im Rahmen der „Orange Days“, einer UN-Kampagne zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und Mädchen, für den öffentlichen Raum vorgestellt. Bis zum 10. Dezember wollen Stadt und KVB auf Menschenrechtsverletzungen gegen Frauen und Mädchen aufmerksam machen. Die Daten sind nicht zufällig gewählt, die „Orange Days“ starten am internationalen Tag zur Beseitigung der Gewalt gegen Frauen und enden am Tag der Menschenrechte.
„Die Zahlen des BKA waren wieder erschreckend“, berichtet Julia Pedersen, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Köln. Es sei ein erneuter Anstieg von häuslicher Gewalt zu erkennen, das sei alarmierend. „Mit der Aktion setzen wir ein Zeichen in Köln“, fügt sie hinzu. Die mittlerweile neunte Bank geht nach ihrer ersten Station im Kundenzentrum der KVB am Chlodwigplatz auf Wanderschaft und steht dann an verschiedenen Orten in der Innenstadt. Gebaut wurde sie von Tischlerinnen und Mädchen des Handwerkerinnenhauses Köln. „Es muss ein Bewusstsein dafür in Gesellschaft und Politik geschaffen werden. Dementsprechend ist es schön, dass die KVB sich da so ins Zeug legt“, sagt Tischlerin und Sozialarbeiterin Christiane Lehmann.
Parallel zu den „Orange Days“, startet auch die neue Kampagne „Reden kann retten“ der Stadt Köln. Sie soll für verschiedene Formen häuslicher Gewalt sensibilisieren und Hilfsangebote sichtbar machen. Sie wird auf Info-Bildschirmen in U-Bahn-Haltestellen verbreitet.
