Die Kooperation zwischen dem Reinigungsmaschinenhersteller Kärcher und dem Kölner Dom hat schon viele glanzvolle Erfolge erzielt. Nun wird an einem weiteren gearbeitet.
Kooperation in KölnKärcher macht wieder mit bei der Reinigung am Kölner Dom

Auge in Auge wird gemeinsam an der Sauberkeit gearbeitet.
Copyright: Jennifer Rumbach
Manche fühlen sich im Dom dem Himmel ein Stückchen näher. Für andere wiederum liegen in der weltberühmten Kathedrale ganz weltliche Dinge in unerreichbarer Ferne. Beispielsweise wenn es um Reinigungsarbeiten an den Innenwänden der Westturmhalle geht. Die oberen Abschnitte haben sich bisher jedem Frühjahrsputz entzogen. „Bisherige Reinigungen der Wände konnten bis zu einer Höhe von 27 Metern durchgeführt werden“, berichtet eine Sprecherin des Doms. Auf den darüberliegenden 16,5 Metern konnte sich der Staub der Jahrzehnte widerstandslos niederlassen. Bisher. Denn nun wurde in der schon länger währenden Kooperationsgeschichte zwischen dem Dom und dem Reinigungsgerätehersteller Kärcher einen neuer „Höhepunkt“ erreicht.

Bei der Reinigung werden Spezialdüsen eingesetzt.
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Erstmals kamen Kärcher und das Kölner Wahrzeichen im Jahr 2019 zusammen. Damals stellte das Unternehmen seine Maschinen, sein Know-how und auch Fachpersonal zur Verfügung, um das Chormauerwerk effektiv vom Schmutz der Jahrzehnte zu befreien. Dass eine solche Kooperation zu einem Wow-Effekt führen kann, wurde im Corona-Jahr 2021 vorgeführt. In der unter den Corona-Auflagen nur gering besuchten Kathedrale rückten damals Kärcher-Mitarbeiter unter anderem mit Hochdruckreinigern an, um als verlängerter Arm der Dombauhütte den Boden zu reinigen. Der hatte unter Weihrauch und den Fußtritten von Abermillionen Besuchern düstere Patina angenommen. Doch nach der Reinigungsaktion erstrahlte er in neuem Glanz. Als ginge die Sonne auf im Dom.
Geräte werden alle gesponstert
Nun die Innenwände der Westturmhalle: Das Unternehmen mit Sitz im baden-württembergischen Winnenden sponsort spezielle Hebebühnen, die kompakt genug sind, um durch die Portale zu kommen und zugleich die notwendige Arbeitshöhe erreichen können. Damit die Aktion nicht zu einem Höllenfahrtskommando wird, wurde das Gewölbe unter dem Fußboden der Westturmhalle mit Baustützen verstärkt. Darunter befindet sich nämlich nichts Geringeres als die Domgrabungen. So können die Reinigungsspezialisten sorglos auffahren ins Gewölbe und dort mit Nass- und Trockensaugern sowie verschiedenen Düsenaufsätzen – teils mit Echthaar besetzt – vor allem die abgelagerten Reste von Kerzenruß, vermengt mit Staubpartikeln entfernen.

Mit den Hubwagen werden auch bisher unerreichte Höhen erreichtbar.
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Was nach grober Reinigungsarbeit klingt, benötigt aber stellenweise Feingefühl, wenn es beispielsweise an die Skulpturen an der Innenwand geht. „Wir sind sehr dankbar für die erneute tatkräftige Unterstützung durch Kärcher“, sagt der stellvertretende Dombaumeister Dr. Albert Distelrath. Durch die Bereitstellung der Geräte werde die große Wandfläche ein helleres Erscheinungsbild erhalten. Auch Kärcher dürfte dankbar sein. Durch den weltberühmten Dom erlangt das Unternehmen eine Aufmerksamkeit , die selbst mit prall gefüllten Werbeetats nicht so leicht zu erreichen wäre. Ein Projekt also, auf dem für beide Seiten Segen liegt.
